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Louise Penny „Unter dem Ahorn“

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Hoch im Norden Québecs liegt das Gilbertinerkloster Entres-Les-Loupes, abgeschieden und von festen Mauern umgeben. Zwei Dutzend Mönche leben und schweigen an diesem friedlichen Ort. Doch nun ist ein Mord geschehen.

Armand Gamache, Leiter der Mordkommission aus Québec, und sein Kollege Inspector Jean-Guy Beauvoir kommen nur mit einem Boot zum Kloster, das inmitten von Wäldern gelegen ist. Hier hat normalerwiese niemand Zutritt. Ausgerechnet im kleinen abgeschotteten Gartenbereich des Abtes liegt eine Leiche unter einem Ahorn: der Chorleiter der Mönche, ein Fachmann auf dem Gebiet des gregorianischen Chorals. Denn die Mönche sind berühmt für ihre nahezu göttlichen Stimmen. Die Ermittlungen sind schwierig, da die Mönche wenig preisgeben. Und eines scheint für Gamache rasch klar: Einigkeit herrscht im Kloster nicht. Als dann noch der langjährige Rivale von Gamache, sein oberster Chef, plötzlich im Kloster auftaucht, kann das nichts Gutes bedeuten.

Wieder ein Krimi der vielfach prämierten kanadischen Autorin voller Atmosphäre, intelligent und spannend. Unbedingte Empfehlung! Übrigens der achte Fall für Gamache.

Aus dem kanadischen Englisch von Sepp Leeb

 

ISBN 978-3-311-12029-2    €  18,90

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Till Raether „Treue Seelen“

Empfehlungen

Wer Till Raethers Kolumnen aus der Brigitte kennt, weiß, wie anschaulich und lebensnah der Hamburger Autor schreiben kann. Aufgewachsen ist er in Berlin, und dort spielt auch sein neuer Roman, in dem ein Stück Geschichte der 80er Jahre lakonisch und unterhaltsam erzählt wird.

Es ist der Frühsommer 1986, Tschernobyl liegt in der Luft, auch in Berlin. Achim und Barbara sind der Jobs wegen nach Berlin gekommen, sie wollte eigentlich an die Uni, Soziologie, aber das klappt nicht, und „innerlich ist sie nun auf Weltuntergang eingestellt“. Schließlich ist in Tschernobyl ein Atomkraftwerk explodiert und nun geht es vor allem um Caesiumwerte. Barbara denkt an Trennung, ein Besuch bei den Eltern im Rheinland kommt gerade recht. Während Achim seine Tage in der Bundesanstalt für Materialprüfung verbringt, mit Aussicht auf eine Verbeamtung. Geprüft wird, was so reinkommt, Feuerwerksraketen oder auch Geigerzähler. In der Nachbarschaft wohnt Marion, aus Ostberlin als Teenager kurz vor dem Mauerbau geflohen, mit Mann Volker (Bundesgrenzschutz) und den Zwillingen. Ausgerechnet auf dem Trockenboden beginnt die Romanze von Achim und Marion, eine verstohlene Liebe mit heimlichen Treffen. Und dann will Marion ihre Schwester im Osten besuchen, ein Abenteuer, das auch Achim lockt. Bis er einen Geigerzähler über die Grenze bringt…

Ein Erinnerungsbuch, ein Lebensroman ist Till Raether hier gelungen. Witzig, auch ein wenig melancholisch, atmosphärisch dicht. Eine Ost-West-Geschichte über Menschen, die berührt.

ISBN  978-3-442-75855-5    € 20 ,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Karsten Dusse „Achtsam morden“

Empfehlungen

Heute habe ich das 3. Buch aus der Reihe

„Achtsam Morden“ von Karsten Dusse gelesen.

„Achtsam Morden – Am Rande der Welt“.

Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, fragt sich bestimmt, wen oder was Björn Diemel denn noch ermorden kann…

Ganz anders ist im dritten Band eher die Frage, wer dieses Mal Björn ermorden will.

An seinem 45. Geburtstag verlief nichts so, wie Björn das geplant hatte. Nach einem Besuch bei seinem Therapeuten steht fest: Björn nimmt sich eine Auszeit von 4 Wochen und pilgert, um wirklich zu sich zu finden. Dank hilfreicher neuer Tipps in Sachen Achtsamkeit, begibt er sich auf den Weg.

Die Reise verläuft anders als gedacht und schon am Anfang der Reise wird für den Leser klar, jemand trachtet Björn nach dem Leben. Und wieder hilft ihm das Buch seines Therapeuten „Zu Fuß ins Ich – Pilgern als Selbstfindung“, um mit den schrägen Mordversuchen fertig zu werden.

Mit viel überspitzten und komischen Momenten und einigen Leichen, macht es wieder richtig Spaß, dieses spannende Buch zu verschlingen.

ISBN 978-3-45327356-6   € 20,00

Dieses Buch empfiehlt Elena Korn

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Venedig-Krimi

Empfehlungen

Der zweite Venedig-Krimi von

Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo ist da!

„Der Tintenfischer“

Commissario Morello, der aus Sizilien nach Venedig versetzt wurde,

hat lange mit der Lagunenstadt und ihren Touristenmassen gehadert.

Nun, in Pandemiezeiten, tritt die Schönheit Venedigs spektakulär hervor,

doch Morello kommt natürlich nicht dazu, sie wirklich zu genießen…

Wir freuen uns schon auf die Lesung mit Herrn Schorlau bei uns!

(Bereits ausverkauft)


Schwups …- und plötzlich ist schon Juni…

Empfehlungen

„Zwei Wochen im Juni“, 

von Anne Müller

Dieses schöne Büchlein in Ostseeblau, ist nun als Taschenbuch erschienen.

Eine leichte und wärmende Geschichte, wunderbar für den Urlaub.
Zwei gänzlich unterschiedliche Schwestern entscheiden sich nach dem Tod ihrer Mutter,

das schöne Haus an der Ostseeküste mit herrlichem Bauerngarten zu verkaufen.

Beim Ausräumen des Hauses werden viele Erinnerungen wach

und die beiden Schwestern erfahren sowohl voneinander als auch

über das Leben der Mutter Details, die sie noch gar nicht wussten…


Das neue Buch von Dr. Eckart von Hirschhausen

Empfehlungen

Erstverkaufstag für das neue Buch von Dr. Eckart von Hirschhausen:

„Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“


Dr. Eckart von Hirschhausen zeigt, was die globalen Krisen unserer Zeit für die Gesundheit

von jedem Einzelnen von uns bedeuten.
Er trifft Vordenker und Vorbilder und macht sich auf die Suche nach guten Ideen

für eine bessere Welt.
So lautet auch der Name und das Motto seiner Stiftung:
Gesunde Erde – gesunde Menschen
Fotos, spannende Bebilderungen und ein vielfarbiger Buchschnitt

komplettieren das fundierte Werk!


Werbung in der HAZ online

Empfehlungen

Wir sind wieder eine ganze Woche mit einer Anzeige in der @haz.de Online

und stellen einige unserer Neuerscheinungen vor.

Vielleicht finden sich darunter ja sogar passende Geschenkideen für den Muttertag diesen Sonntag …

Vorschau

All diese Bücher bekommen Sie bei uns,

ohne Termin und ohne Corona-Schnelltest!!

Kommen Sie einfach und stöbern Sie!


Megan Hunter „Die Harpyie“

Empfehlungen

Rache ist ein böses Gefühl und entsteht aus Lust auf Vergeltung. Die britische Autorin Megan Hunter hat einen packenden und düsteren Roman über die dunklen Gefühle einer zutiefst verletzten Frau geschrieben.

Lucy und Jake führen mit ihren beiden Söhnen ein ganz normales Familienleben am Rande einer wohlhabenden Kleinstadt. Doch eines Nachmittags zerstört ein Anruf die Familienidylle: Lucy erfährt, dass Jake eine Affäre mit einer Kollegin hat. Das Ehepaar möchte zusammenbleiben und alles wieder in Ordnung bringen, allerdings um einen ungewöhnlichen Preis: drei Mal darf Lucy ihrem Mann weh tun…

In der griechischen Mythologie sind Harpyien Vögel mit Frauengesicht und scharfen Krallen, sie strafen die Männer für ihr Tun. Megan Hunter entwirft das schonungslose Psychogramm einer Frau, deren Verletzungen bereits eine lange Geschichte haben. Durch die radikale Innenperspektive ihrer Hauptfigur erlebt der Leser unmittelbar die gefährliche Verwandlung der Hauptfigur, deren Besessenheit sie in ein dunkles Loch versinken lässt – verloren in einem Leben, das ganz anders hätte sein können. Ein extrem beunruhigendes Buch!

ISBN 978-3-406-76663-3 € 22, –

Dieses Buch empfielt Ulrike Groffy


Steffen Kopetzky „Monschau“

Empfehlungen

Variola, die Pocken, waren eigentlich in Deutschland schon ausgerottet. Doch 1962 kommt es in Monschau nahe der belgischen Grenze zu einem Pockenausbruch: Steffen Kopetzky holt diesen Vorfall aus der Medizingeschichte in seinen neuen Roman. Kenntnisreich und spannend!

Im Januar 1962 wird Professor Günther Stüttgen aus Düsseldorf , Dermatologe, samt seinem griechischen Assistenzarzt Nikolaos Spyridakis nach Monschau im Norden der Eifel gerufen: bei einem jungen Mädchen bestehe Pockenverdacht. Ihr Vater war monatelang in Indien auf Montage gewesen und hatte wohl die Pocken im Gepäck. Eine Katastrophe für die Ritherwerke, deren Erbin Vera nun auch gerade aus Paris angereist ist, um sich um die Geschäfte zu kümmern. Im Gepäck Jazzplatten und französische Literatur. Und die Idee, die Werke in eine Stiftung umzuwandeln, was insbesondere Direktor Seuss, langerfahrener Lenker in der Firma, gar nicht gefällt. Während sich der junge Arzt Nikos, geschützt durch einen Stahlarbeiteranzug, um die zunehmende Zahl an Pockenkranken kümmert, wird das Krankenhaus in Monschau zum Quarantäneort. Denn das Virus breitet sich aus…

Steffen Kopetzky hat nicht nur einen packenden Roman über ein Virus geschrieben, sondern ein gutes Stück deutscher Geschichte und ihrer Infektion mitgeliefert: die späte Adenauerära, die alten Seilschaften der Nazis, die Wirtschaftswunderjahre. Und daneben eine reizende Liebesgeschichte eingeflochten. Ein ungeheuer fundiert recherchierter Roman, den man auf vielen Ebenen lesen kann. Toll!

ISBN 978-3-7371-0112-7   € 22, –

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Norbert Gstrein „Der zweite Jakob“

Empfehlungen

Ist das Leben ein Rollenspiel? Wie sehr prägt einen Schauspieler, was er während des Spiels empfindet? Insbesondere, wenn er drei Mal einen Frauenmörder gemimt hat? Der österreichische Autor Norbert Gstrein hat einen spannenden wie philosophischen Roman über wichtige Fragen des Lebens geschrieben.

Jakob Thurner steht kurz vor seinem 60. Geburtstag und hadert mit dem Alter. Und einer geplanten Biografie, deren Erscheinen er nach einigen wenigen Gesprächen mit dem Autor verhindert. Zu eng scheint ihm das Abhandeln seiner Lebensdaten. Die geplante Amerikareise mit seiner Tochter Luzie ist abgesagt, nachdem sie erfahren hat, was ihr Vater als das „Schlimmste“ in seinem Leben ansieht, was er je getan hat. Bei Dreharbeiten an der texanisch-mexikanischen Grenze war er als Beifahrer an einem schrecklichen Unfall beteiligt. Ausgerechnet an einem Ort, wo die mexikanischen Drogenkartelle auf brutalste Weise agieren.

Norbert Gstrein verknüpft auf spannende Weise verschiedene Erzählstränge, lässt seinen Jakob von seinem Leben, seinen Rollen, seinen Lieben und Sehnsüchten erzählen und fordert dem Leser durchaus verschiedene, auch moralische Lesarten ab. Warum tut man Dinge im Leben, die einen nicht mehr loslassen? Auch aus diesem Schwanken zwischen Verständnis und moralischer Verurteilung bezieht dieser ungeheuer flüssig und elegant geschriebene Roman seinen inneren Suspense. Und überträgt die Anspannung seines Helden auf den Leser – denn Jakob empfindet ein tiefes Gefühl der Scham. Ist er doch der „zweite Jakob“ – ein jüngeres Alter Ego seines Onkels, der als eine Art Hausgespenst sein Leben in schlichten Hotelzimmern der vermögenden Hotelbesitzerdynastie verbringt.

Ein kunstvoll gesponnener, auch unheimlicher Roman, in dem Norbert Gstrein einmal mehr zeigt, wie schicksalhafte Begebenheiten, eigene Wahrnehmungen und Vermutungen ein Leben bestimmen können – und es verändern. Großartig!

ISBN 978-3-446-26916-3  €  25,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Alexander Osang „Fast Hell“

Empfehlungen

Eigentlich wollte Alexander Osang nur ein Porträt über einen Ostdeutschen für ein Sonderheft schreiben – das nie erschienen ist. Zum Glück, denn nun hat er Uwes Geschichte und seine eigene in ein komisch-ernstes Buch verpackt, das zu einer literarischen Suche nach dem Paradies geworden ist.

Zwei Ostdeutsche aus Berlin, zwei Männer, die sich schon lange kennen. Getroffen haben sich der Autor und Uwe in New York, der einzigen Stadt, „die alle Erwartungen erfüllt“. Und doch lässt sie beide die Erinnerung nicht los. Von Helsinki starten sie – Alexander, Uwe und seine Mutter – zu einer kurzen Schiffsreise nach St. Petersburg. Und in den hellen Nächten erzählt der polyglotte Uwe, der sechs Sprachen spricht und ein gutes Händchen für Immobilien hat, von seinem Leben: von chinesischen Autoschmugglern, von Prostituierten und von Privatbanken an der Wallstreet. Erinnerungen an entscheidende Lebensmomente verdichten sich zu einer irren Geschichte, die man bisweilen kaum glauben kann. Und natürlich geht es auch um die Wendezeit, von der Alexander Osang von sich sagt „wie eine Feuerwerksrakete in die Welt geschossen“ zu sein. Uwes Geschichte bringt ihn dazu, seine eigene gleich mit zu erzählen, sich selbst besser zu verstehen. Eine wunderbare Mischung aus Reportage, autobiografischen Momenten und leichter Fiktion ist Alexander Osang hier gelungen. Ein unbedingt erhellendes Buch, das bei aller Ernsthaftigkeit sehr viel Spaß macht.

ISBN 978-3-351-03858-8   €  22, –

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Ewald Arenz „Der große Sommer“

Empfehlungen

Es gibt Bücher, die sind einem sofort sympathisch. „Alte Sorten“ war so ein Buch, und nun hat Ewald Arenz ein neues geschrieben, das von einem besonderen Sommer erzählt. Ein im Ton unbedingt ehrliches und lebensfröhliches Buch, dass genau die Augenblicke beschreibt, die alles verändern.

Sommerferien daheim – der 15jährige Friedrich ist nicht begeistert, aber er muss für eine Nachprüfung in Mathe und Latein lernen. Dafür wird er bei den Großeltern einquartiert, bei Nana, die ihn liebevoll bekocht, und seinem Großvater, vor dem alle Respekt haben. Denn der macht nicht viel Worte, dafür klare Ansagen. Es wird dann doch ein besonderer Sommer, den der Erzähler hier rückblickend während eines Spazierganges erinnert: „Der große Sommer“.

Denn zum Glück hat Friedrich seinen Freund Johann, mit er auch mal Blödsinn machen kann, oder nächtliche Ausflüge ins Schwimmbad. Und dann ist da noch Beate, die plötzlich auf dem Sprungturm neben ihm steht und gern Bossa Nova hört. Wo doch Friedrich schon lange von Rio de Janeiro träumt. Aber es kommt alles ganz anders. Es wird ein Sommer, der nicht ungetrübt erlebt wird. Es geht um Freundschaft und die erste Liebe, um Respekt und Vertrauen, aber auch um Angst und Tod. Allesamt Lebensmomente, von denen Ewald Arenz berührend und lebensklug erzählt.

ISBN 978-3-8321-8153-6  € 20,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy