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Amor Towle „Ein Gentleman in Moskau“

Empfehlungen

Wie kann man bestehen, wenn sich bekannte Strukturen auflösen und man zu einer Existenz gezwungen wird, in der die persönliche Freiheit in höchstem Maß beschnitten wird? Der amerikanische Autor Towles könnte mit einer Romanfigur antworten: Graf Alexander Iljitsch Rostov.

1922. Es ist die Zeit der russischen Revolution und die Umbrüche im Land fordern ihren Tribut. Graf Rostov wird von einem Volkskommissariat zu lebenslangem Hausarrest im Moskauer Hotel Metropol verurteilt – einzig ein Gedicht rettet ihn vor der sofortigen Exekution. Von der Luxussuite wird er in eine winzige Dachkammer umquartiert und er übernimmt eine Stelle als Kellner im Bojarski, dem noblen Restaurant des Hotels. Er freundet sich nicht nur mit dem Hotelpersonal und einigen Gästen an, sondern nach und nach auch mit seinen neuen Umständen.

Was an Graf Rostov besonders beeindruckt, ist sein unerschütterliches Festhalten an seinem Ideal des Gentleman. Er zeigt, dass gute Manieren, ein unerschütterlicher Optimismus und moralische Integrität nicht den Lebensumständen ausgeliefert sein müssen, sondern diese im Gegenteil noch bereichern können. Sein Engagement für seine Freunde kann selbst in seiner prekären Lage noch als gutes Beispiel für andere dienen und seine Fähigkeit zu persönlicher Weiterentwicklung lässt einen an vielen Stellen gerührt und beeindruckt zurück.

Parallel erfährt man etwas über den Fortgang der russischen Revolution, stets mit dem Blick des Grafen oder seiner Freunde und Bekannten, die ihm von der sich rasant verändernden Welt vor den Türen des Metropol berichten. Ein Perspektivwechsel zu den Geschehnissen der Revolution wird oft fußnotenartig in die Geschichte eingewoben und schafft es, die Ängste und Nöte der Zeit zu erfassen und Leser*innen lebhaft näherzubringen, ohne von der eigentlichen Handlung abzulenken.

Ein großartiger Roman, wenn auch schon etwas älter. Und eine klare Leseempfehlung!

ISBN 978-3-54829072-0   € 12,-

Dieses Buch empfiehlt Daniel Utendrup


Geschenktipps für Weihnachten in der HAZ

Empfehlungen

Heute haben wir wieder ein paar Geschenktipps für Weihnachten

in der HAZ und NP beworben

Hape Kerkeling „Pfoten vom Tisch!“

Michael Silbermann „Pelikan Limited & Special Editions“

Paul McCartney „Lyrics“

Yuval Noah Harari „Sapiens, die Falle“

Sarah Biasini „Die Schönheit des Himmels“

Masato Tanaka „Das illustrierte Kompendium der Philosophie“

Michael Wallmüller „Still“

Meding/Hecht „Architektur in Hannover seit 2000“

(Einfach auf den Titel klicken und online bestellen)

 

Kommen Sie vorbei und stöbern auch in diesen besonderen Zeiten gerne bei uns.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Geschenktipps zu Weihnachten

Empfehlungen

Heute geben wir in der HAZ und NP ein paar Geschenktipps zu Weihnachten:

Edgar Selge „Hast du uns endlich gefunden“

Elke Heidenreich „Hier geht‘s lang!“

Sebastian Fitzek „Playlist“

Colson Whitehead „Harlem Shuffle“

Barack Obama/Bruce Springsteen „Renegades“

Wilhelm Hauschild „Hannover 2022“

Auf den Hauschild-Kalender erhalten Sie 20 Prozent,

wenn Sie den Coupon der Zeitung mitbringen oder uns beim Einkauf das Stichwort Instagram nennen .

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

und selbstverständlich können Sie die Bücher auch in unserem Onlineshop bestellen!


HAZ online

Empfehlungen

Wieder werben wir für einige unserer Lieblingsbücher

eine Woche lang in der HAZ online! 

Sebastian Fitzek: „Das Geschenk“

Eva Baronsky: „Die Stimme meiner Mutter“

Benjamin Myers: „Offene See“

Benjamin Myers: „Der perfekte Kreis“

Jan-Phillip Sendker: „Die Rebellin und der Dieb“

Elke Heidenreich: „Hier geht‘s lang“

Ken Follett: „Kingsbridge-Der Morgen einer neuen Zeit“

Jonathan Franzen: „Crossroads“

 


Christian von Ditfurth „Endzeit“

Empfehlungen

Es ist kein gewöhnlicher Fall, den Hauptkommissar Eugen de Bodt aufzuklären hat: Zwei Morde in zwei Hauptstädten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

In Berlin und Paris werden zwei junge Frauen aus Manila, offensichtlich Christinnen, brutal ermordet aufgefunden. De Bodt und sein Team haben parallele Ermittlungen in einem äußerst schwierigen Umfeld vor sich, denn beide Opfer waren als Hausmädchen bei saudischen Diplomaten tätig. Warum mussten sie sterben? Die verwandtschaftlichen Beziehungen der Diplomaten zum saudischen Kronprinzen legen nahe, dass dieser etwas Großes plant. Oder geht es um Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen? Als in Paris ein drittes Hausmädchen verschwindet und in Berlin eine Moschee gesprengt wird, nehmen die Ermittlungen an Fahrt auf, auch der Mossad scheint eine Rolle zu spielen…

Mit diesem 7. Fall der Krimireihe um Eugen de Bodt verabschiedet sich der enge Vertraute von Angela Merkel (rechtzeitig zur Wahl) von der Polizeibühne. Seine philosophischen Sprüche wird man vermissen, ebenso die unterhaltsame Spannung und die immer beeindruckende Darstellung zeitgenössischer Politik.

ISBN    978-3-570-10384-5   € 16,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Jo Lendle „Eine Art Familie“

Empfehlungen

Familienromane erzählen Geschichten – und zugleich Geschichte.

Jo Lendle, anerkannter Autor und Verleger des Hanser Verlages, spürt in seinem neuen Roman seinem Großonkel nach.

Zahlreiche Dokumente, Unterlagen, Zeitungsausschnitte und Notizen von Ludwig Lendle (1899-1969), dem späteren Mediziner und Professor für Pharmakologie an der Universität Göttingen, liefern das Material für diesen großartigen und ruhig erzählten Roman – ein Fundus an Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Als Alma Grau, elternlos geworden, zum Patenonkel Ludwig nach Frankfurt kommt, bilden beide mit Fräulein Gerner ein besonderes Trio. Ludwigs Bruder Wilhelm hingegen geht seinen eigenen Weg und wird früh Mitglied der jungen NSDAP, während Ludwig Schlafforschung betreibt und sich später mit der Wirkung von Giftgas beschäftigen muss. Die Zeit des Umbruchs bringt auch Brüche in der Familie. Davon erzählt Jo Lendle in einem großen Bogen, bisweilen mit lakonischem Unterton, eindringlich und bewegend, denn „der Familie entkommen wir nicht, sie macht uns aus.“

 

ISBN    978-3-328-60194-4   € 22,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Colm Tóibín „Der Zauberer“

Empfehlungen

Eigentlich ist schon alles über Thomas Mann geschrieben worden, möchte man meinen. Um so mehr erstaunt der grandiose neue Roman des irischen Autors Colm Tóibín, dessen gelassener offener Tonfall ein berühmtes Leben neu erzählt.

Von der Kindheit in Lübeck, dem Verlust von Ansehen nach dem Tod des Vaters, über seine Heirat mit Katja Pringsheim in München, die Familiengründung und die literarischen Erfolge liest man von einem erfolgreichen Leben Thomas Manns, das durch die Nazis jäh verändert wurde. Völlig unvorbereitet trifft ihn das Exil, zunächst in der Schweiz, später in den USA, immer überschattet von der Sorge über die eigenen Kinder, die Schwiegereltern und alle zurückgebliebenen Freunde. Akribisch und auf beeindruckende Weise empathisch schildert Colm Tóibín das Leben dieses großen Autors, des „Zauberers“. Er schreibt von den Gedanken Thomas Manns, seinen Gefühlen und immer wieder von seinen homosexuellen Neigungen, seinen Träumen und seinen Ängsten und gibt dem Leser die vollkommene Illusion, so und nicht anders wird es gewesen sein.

Ein großartiger Künstlerroman!

ISBN   978-3-446-27089-3    € 28,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Mary Lawson „Im letzten Licht des Herbstes“

Empfehlungen

Es gibt Bücher, die sind einem sofort sympathisch. Der neue Roman der kanadischen Autorin Mary Lawson ist so ein Buch: „Im letzten Licht des Herbstes“ erzählt von Verbundenheit und Freundschaft, aber auch von Sorgen, Enttäuschungen und Trauer.

In einer idyllischen Kleinstadt Solace, Ontario, ist ein Mädchen verschwunden. Ihre achtjährige Schwester Clara wacht am Fenster und wartet bedrückt auf die Rückkehr der Schwester. Zu allem Unglück ist die Nachbarin Elizabeth Orchard auch noch ins Krankenhaus gekommen – Rose hat versprochen, sich um den Kater Moses zu kümmern. Und dann zieht plötzlich ein fremder Mann ins Nachbarhaus ein. Es ist Liam Kane, der als Kind ein zweites, endlich liebevolles Zuhause bei den Orchards gefunden hatte. Eigentlich ist er nur für eine kleine Weile in das ererbte Haus gekommen. Doch die Suche nach dem verschwundenen Teenager und die Sorgen der der kleinen Clara berühren ihn mehr, als er zugeben mag.

Aus wechselnden Perspektiven erfahren wir von den Leben der Figuren, deren Wege sich bisweilen schon in der Vergangenheit gekreuzt haben. Voller Empathie und menschlicher Wärme, ohne jedes Klischee, erzählt Mary Lawson von Schicksalen, die berühren – und in Familien gar nicht selten anzutreffen sind.

ISBN   978-3-453-27357-3     €  22,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Werbung in der HAZ

Empfehlungen

Ab heute werben wir wieder eine Woche lang

in der HAZ-Online für wichtige Neuerscheinungen .

Kommen Sie gerne vorbei und stöbern in Ruhe

bei uns oder bestellen Sie einfach in unserem Onlineshop.

HAZ-Online am 13.09.2021


Neuer Roman von Dora Heldt

Empfehlungen

Heute erschien der neue Roman von

Erfolgsautorin Dora Heldt!

„Drei Frauen, vier Leben“ ist die Fortsetzung

des Dora-Heldt-Bestsellers „Drei Frauen am See“.

Der Tod einer Freundin bringt drei Frauen wieder zusammen.

Doch seit dem letzten Treffen ist viel passiert – ist das die Chance,

alles zum Guten zu wenden?


Lesezeit – Ute Mank „Wildtriebe“

Empfehlungen

Dieses schöne Buch im Garten bei Sonnenschein zu lesen,

ist allergrößter Genuss!

(Aber natürlich auch sonst )

Eine schnörkellose Sprache greift das harte,

natur- und tiernahe Leben auf dem Bauernhof auf.

Drei Generationen unter einem Dach,

drei Frauenleben auf dem Bethches-Hof in Hessen,

im Kampf um Selbstbestimmung und Freiheit.

Wer „Altes Land“ von Dörte Hansen und „Alte Sorte“ von Ewald Arenz gemocht hat,

wird hier wiederum eine schöne Lesezeit haben!

Übrigens, – der Verlag hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht:

Das dazugehörige Lesezeichen blüht!

Ute Mank
„Wildtriebe“

 

 

 


Robert Hültner „Lazare und die Spuren des Todes“

Empfehlungen

Sète gilt als das Venedig des Languedoc – eine malerische Stadt an der Mittelmeerküste Südfrankreichs. Dort hat schon mal ein toter Mann am Strand gelegen, und nun ist ein Mädchen verschwunden. Der 2. Fall für Kommissar Siso Lazare von Robert Hültner ist da!

Begeistert ist Lazare nicht, dass er wieder nach Sète abkommandiert wird, einzig wegen eines verschwundenen Mädchens, das sicher bald wieder auftauchen wird. Aber das Mädchen stammt aus einer muslimischen Familie, und es wird rasch klar, dass der Fall nicht einfach ist. Die Ermittlungen gehen Richtung Radikalisierung, und es werden Verbindungen in den katalanischen Untergrund offenbar. Und Kommissar Lazare hat mit den Kollegen vor Ort zu kämpfen, die ihm Steine in den Weg legen. Als zwei Tote auftauchen wird deutlich, welche Brisanz dieser komplizierte Fall hat.

Ein gut und spannend aufgebauter Plot, genaue Detailrecherche und viel südfranzösisches Lokalkolorit sowie überzeugende Charaktere machen diesen Krimi zu einem tollen Leseerlebnis! Robert Hültner wurde bereits für seine zahlreichen Bücher und seine Reihe um den Inspektor Kajetan ausgezeichnet.

ISBN 978-3-442-75659-9     € 20,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy