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HAZ-Online am 13.09.2021

HAZ-Online am 13.09.2021



Sète gilt als das Venedig des Languedoc – eine malerische Stadt an der Mittelmeerküste Südfrankreichs. Dort hat schon mal ein toter Mann am Strand gelegen, und nun ist ein Mädchen verschwunden. Der 2. Fall für Kommissar Siso Lazare von Robert Hültner ist da!
Begeistert ist Lazare nicht, dass er wieder nach Sète abkommandiert wird, einzig wegen eines verschwundenen Mädchens, das sicher bald wieder auftauchen wird. Aber das Mädchen stammt aus einer muslimischen Familie, und es wird rasch klar, dass der Fall nicht einfach ist. Die Ermittlungen gehen Richtung Radikalisierung, und es werden Verbindungen in den katalanischen Untergrund offenbar. Und Kommissar Lazare hat mit den Kollegen vor Ort zu kämpfen, die ihm Steine in den Weg legen. Als zwei Tote auftauchen wird deutlich, welche Brisanz dieser komplizierte Fall hat.
Ein gut und spannend aufgebauter Plot, genaue Detailrecherche und viel südfranzösisches Lokalkolorit sowie überzeugende Charaktere machen diesen Krimi zu einem tollen Leseerlebnis! Robert Hültner wurde bereits für seine zahlreichen Bücher und seine Reihe um den Inspektor Kajetan ausgezeichnet.
Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy
Über rund 700 Seiten erstreckt sich das Abenteuer von „Billy Summers“…
Viel Spaß mit diesem aufregenden Thriller inklusive herrlich bunter Umschlaggestaltung!


Heinz Strunk
„Es ist immer so schön mit dir“


Hoch im Norden Québecs liegt das Gilbertinerkloster Entres-Les-Loupes, abgeschieden und von festen Mauern umgeben. Zwei Dutzend Mönche leben und schweigen an diesem friedlichen Ort. Doch nun ist ein Mord geschehen.
Armand Gamache, Leiter der Mordkommission aus Québec, und sein Kollege Inspector Jean-Guy Beauvoir kommen nur mit einem Boot zum Kloster, das inmitten von Wäldern gelegen ist. Hier hat normalerwiese niemand Zutritt. Ausgerechnet im kleinen abgeschotteten Gartenbereich des Abtes liegt eine Leiche unter einem Ahorn: der Chorleiter der Mönche, ein Fachmann auf dem Gebiet des gregorianischen Chorals. Denn die Mönche sind berühmt für ihre nahezu göttlichen Stimmen. Die Ermittlungen sind schwierig, da die Mönche wenig preisgeben. Und eines scheint für Gamache rasch klar: Einigkeit herrscht im Kloster nicht. Als dann noch der langjährige Rivale von Gamache, sein oberster Chef, plötzlich im Kloster auftaucht, kann das nichts Gutes bedeuten.
Wieder ein Krimi der vielfach prämierten kanadischen Autorin voller Atmosphäre, intelligent und spannend. Unbedingte Empfehlung! Übrigens der achte Fall für Gamache.
Aus dem kanadischen Englisch von Sepp Leeb
ISBN 978-3-311-12029-2 € 18,90
Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy

Wer Till Raethers Kolumnen aus der Brigitte kennt, weiß, wie anschaulich und lebensnah der Hamburger Autor schreiben kann. Aufgewachsen ist er in Berlin, und dort spielt auch sein neuer Roman, in dem ein Stück Geschichte der 80er Jahre lakonisch und unterhaltsam erzählt wird.
Es ist der Frühsommer 1986, Tschernobyl liegt in der Luft, auch in Berlin. Achim und Barbara sind der Jobs wegen nach Berlin gekommen, sie wollte eigentlich an die Uni, Soziologie, aber das klappt nicht, und „innerlich ist sie nun auf Weltuntergang eingestellt“. Schließlich ist in Tschernobyl ein Atomkraftwerk explodiert und nun geht es vor allem um Caesiumwerte. Barbara denkt an Trennung, ein Besuch bei den Eltern im Rheinland kommt gerade recht. Während Achim seine Tage in der Bundesanstalt für Materialprüfung verbringt, mit Aussicht auf eine Verbeamtung. Geprüft wird, was so reinkommt, Feuerwerksraketen oder auch Geigerzähler. In der Nachbarschaft wohnt Marion, aus Ostberlin als Teenager kurz vor dem Mauerbau geflohen, mit Mann Volker (Bundesgrenzschutz) und den Zwillingen. Ausgerechnet auf dem Trockenboden beginnt die Romanze von Achim und Marion, eine verstohlene Liebe mit heimlichen Treffen. Und dann will Marion ihre Schwester im Osten besuchen, ein Abenteuer, das auch Achim lockt. Bis er einen Geigerzähler über die Grenze bringt…
Ein Erinnerungsbuch, ein Lebensroman ist Till Raether hier gelungen. Witzig, auch ein wenig melancholisch, atmosphärisch dicht. Eine Ost-West-Geschichte über Menschen, die berührt.
ISBN 978-3-442-75855-5 € 20 ,-
Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy

Heute habe ich das 3. Buch aus der Reihe
„Achtsam Morden“ von Karsten Dusse gelesen.
„Achtsam Morden – Am Rande der Welt“.
Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, fragt sich bestimmt, wen oder was Björn Diemel denn noch ermorden kann…
Ganz anders ist im dritten Band eher die Frage, wer dieses Mal Björn ermorden will.
An seinem 45. Geburtstag verlief nichts so, wie Björn das geplant hatte. Nach einem Besuch bei seinem Therapeuten steht fest: Björn nimmt sich eine Auszeit von 4 Wochen und pilgert, um wirklich zu sich zu finden. Dank hilfreicher neuer Tipps in Sachen Achtsamkeit, begibt er sich auf den Weg.
Die Reise verläuft anders als gedacht und schon am Anfang der Reise wird für den Leser klar, jemand trachtet Björn nach dem Leben. Und wieder hilft ihm das Buch seines Therapeuten „Zu Fuß ins Ich – Pilgern als Selbstfindung“, um mit den schrägen Mordversuchen fertig zu werden.
Mit viel überspitzten und komischen Momenten und einigen Leichen, macht es wieder richtig Spaß, dieses spannende Buch zu verschlingen.

Dieses Buch empfiehlt Elena Korn
(Bereits ausverkauft)

von Anne Müller
