Martina Bogdahn „Mirabellentage“

Martina Bogdahn ist in einer Idylle aufgewachsen: in einem Mühlenhaus in Mittelfranken – Inspirationsquelle für ihren ersten erfolgreichen Roman „Mühlensommer“. In ihrem neuen Roman geht es um einen Mirabellenbaum, einen ungewöhnlichen letzten Wunsch und noch viel mehr.
Anna und Josef waren Freunde seit Kindertagen, doch nun ist Josef gestorben, und Anna, die Icherzählerin, hat eine schwierige Aufgabe zu erfüllen. In Blumfeld an der Ache ist Sommer, der Mirabellenbaum mitten im katholischen Pfarrgarten wird viele Früchte bringen – jeder Gast im Haus bekommt ein Glas Mirabellenmarmelade auf den Weg, so ist es Tradition. Anna Nass war viele Jahre Haushälterin im Pfarrhaus, hat Josef unterstützt und sich gekümmert, und nun muss sie seine letzte Verfügung umsetzen. Und den neuen Pfarrer Fridtjof aus Norddeutschland mit den Gewohnheiten des Dorfes vertraut machen, was natürlich nicht ohne viel Humor und Komik angegangen wird. Zwischen Gänseblümchen, Kuhweiden und Streuobstwiesen wird das dörfliche Leben nicht langweilig, allzumal Anna viele Anekdoten und Erinnerungen zu erzählen weiß. Und ein Geheimnis hütet.
„Mirabellentage“ ist ein warmherziger Roman über Herkunft, Prägung und das dörfliche Leben, aber darüber hinaus eine großartige Geschichte über Pflicht und Loslassen, über Verbundenheit und Verlust. Und über Entscheidungen, die das Leben trifft: Anna Nass hat reichlich Herz und Verstand, sie weiß das Leben gegen alle Widrigkeiten mit Humor zu nehmen, und so folgt man ihr nur zu gern durch diesen lebendigen Roman, der auf leise Art Sehnsüchte berührt.
