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Elena Ferrante „Die Geschichte eines neuen Namens“

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Elena Ferrante "Die Geschichte eines neuen Namens"

Die große Geschichte um die „geniale Freundin“ von Elena Ferrante geht weiter: ungestüm und voll widerstreitender Gefühle, denn nun kommen die Männer ins Spiel…

Elena und Lila, diese beiden sehr jungen Frauen aus einem ärmlichen Vorort Neapels, haben eine besondere Beziehung: ihre Freundschaft ist wechselhaft, und doch gibt sie ihnen zugleich Halt und treibt sie voran. Elena ist nun – erst 16jährig – verheiratet und die Frau eines Lebensmittelhändlers, den sie nicht liebt, ebenso wenig wie seine unlauteren Geschäfte mit den camorrista. Die Ehe ist von Anfang nicht glücklich und geprägt von Missverständnissen und Auseinandersetzungen. Lila hingegen, zurückhaltend und doch lernbegierig, will weiter vorankommen, macht das Abitur und bekommt einen Studienplatz in Pisa. Ihre Zuneigung zu dem Studenten Nino, der politisch umtriebig ist, wird allerdings nicht erwidert. Im Gegenteil: in einem längeren Badeurlaub der beiden Freundinnen beginnt ausgerechnet Elena eine Affäre mit Nino, und der Bruch der beiden jungen Frauen kündigt sich an.

Ferrante macht süchtig, hier liest man Serie! Der direkte, ungeschminkte Erzählstil zieht einen sofort in diese herbe Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Ihre Versuche, sich in einer Zeit zu emanzipieren, in welcher Frauen und Bildung in der ärmeren Bevölkerung nur wenig bedeuten, zeigen Willensstärke – und Widerstand gegen männliche Gewalt und Korruption. Sehr überzeugend!

ISBN 978-3-51842574-9, € 25,-

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