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Unsere persönlichen Buchempfehlungen

Isabel Abedi "Die längste Nacht"

Vita hat gerade ihr Abi gemacht und fährt nun los auf die lange geplante Europa-Reise mit Ihren zwei besten Freunden. Im VW-Bus machen sich die drei auf in Richtung Italien und entfliehen so auch Vitas kaltem Elternhaus. Weit kommen Sie allerdings nicht, denn in einem Dorf in der Toskana überkommt Vita ein seltsames Déja-Vue: Sie ist sich sicher, an diesem Ort schon einmal gewesen zu sein. Sie entscheidet sich zu bleiben, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Und wirklich: schnell lernt sie Menschen kennen, die sie offensichtlich als Kind kannten, aber keiner will mit der Wahrheit herausrücken. Doch Vita bleibt hartnäckig und kommt schließlich hinter ihre lange verborgene eigene Geschichte...

 

Isabel Abedi ist wieder ein spannender Roman gelungen, der nicht nur Jugendliche in seinen Bann ziehen wird. Die Toskana als Schauplatz bringt ein tolles Sommer-Feeling und die Charaktere sind lebensnah und echt.

 

Unbedingt zu empfehlen! Empfohlen ab 14 Jahren.

 

 ISBN  978-3-401-06189-4    € 14,99       dieses Buch empfiehlt Denise Rieger

 

 

 

 

Kit de Waal "Mein Name ist Leon"

England 1981.

Der farbige Leon ist 9 Jahre alt, als seine alleinerziehende Mutter ein weißes  Baby mit Namen Jake, zur Welt bringt. Kurz darauf wird Mutter Carol, gänzlich überfordert vom Leben, von einer heftigen Depression erfasst.

Sie hütet meist schlafend das Bett und Leon kümmert sich derweil voller Zuneigung um seinen kleinen Bruder. Irgendwann wird jedoch das Sozialamt aufmerksam und trennt die Familie.

Jake und Leon bekommen eine Pflegemutter, Maureen. Alles scheint gut zu werden, doch dann wird der weiße Jake adoptiert und Leon bleibt allein zurück. Ein farbiges Kind hat kaum eine Chance auf Adoption.

Die gutherzige doch schwerkranke Maureen und die Sozialarbeiter versprechen ihm immer wieder, dass er Mutter und Bruder wiedersehen wird.

Doch Leon fühlt sich schlecht behandelt und unverstanden, Verzweiflung und Wut gären in ihm. Er will gegen das vermeintliche Unrecht ankämpfen.

Aus Protest stiehlt er Geld aus Maureens Portmonee und plant, seinen Bruder eines Tages zu sich zu holen und sich um ihn zu kümmern.

Die Thematik der Rassendiskriminierung im England der frühen 80er Jahre wird in die Geschichte mit eingeflochten. Leon gerät in eine Straßenschlacht, als er sich aufmacht, um seinen Bruder zu holen...

Als Leser leidet und fühlt man mit Leon, dessen Leben aus den Fugen geraten ist. Das Geschehen wird konsequent und sehr stilsicher aus Sicht und in der Sprache von Leon erzählt.

Dadurch ist der Roman unglaublich authentisch und berührend, hin und wieder lässt einen Leon's kindliche Naivität auch schmunzeln.

Und so viel sei verraten:

Das Ende des Romans lässt die Hoffnung zu, dass Leons Weg eine positive Richtung nehmen wird.

Ein wunderbares und packendes Buch!

 

ISBN    978-3-49927230-1   € 14,99     dieses Buch empfiehlt Mirjam Dralle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Nichols "Die Sommer mit Lulu"

Liebesgeschichten sind schön, aufregend und manchmal tragisch. Ein ganz und gar besonderer Roman, vielschichtig und spannend ist „Die Sommer mit Lulu“ von Peter Nichols.

Ein Roman mit einem fulminanten Auftritt:

Lulu Davenport ist eine energische und immer noch schöne Frau von neunzig Jahren, seit einer halben Ewigkeit führt sie ein kleines apartes Hotel auf Mallorca. Als sie rein zufällig ihren Exmann Gerald beim Einkaufen trifft, flammt die alte Wut wieder hoch. Er folgt ihr und es kommt zu einem Handgemenge, bei dem beide von den Klippen ins Wasser stürzen. Ganz entsetzt kommen Luc und Aegina, Kinder der alten Ex-Liebenden aus verschiedenen Beziehungen, zurück auf die Insel und versuchen, zu verstehen. Was ist in dem Sommer 1948 geschehen, dass die Ehe von Lulu und Gerald so rasch beendete? Ganz allmählich kommt erst heraus, was an alten Verletzungen und Intrigen der Inselgemeinschaft unter der Oberfläche brodelt.

Peter Nichols erzählt diesen Roman rückwärts, in einem großen Spannungsbogen, der den Leser in Atem hält. Es ist eine große Geschichte um Sonne, Strand, Liebe und Sex und noch viel mehr. Denn Mallorca hat eine wunderbare Landschaft, deren Atmosphäre diesem Geschehen nicht nur Kulisse ist, sondern auch zum Thema wird: die Zerstörung der Idylle durch den wachsenden Bauboom, oft dubios ausgeführt. Auch Mallorca hat seine düsteren Seiten, und die alten Enttäuschungen sind längst nicht vergeben. Ein toller Sommerroman!

 

 ISBN 978-3-60898310-4     € 22,95   dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy

 

 

 

 

 

Andreas Pflüger "Endgültig"

Jenny Aaron war Mitglied in einer international agierenden Einsatztruppe, einer Spezialeinheit, zu der man nur durch extrem hartes Training kommen kann. Sie ist kampferprobt, diszipliniert und zudem sehr intelligent. Eine Powerfrau mit Emotionen und - auch Ängsten. Seit einem Einsatz vor fünf Jahren in Barcelona arbeitet sie als Verhörspezialistin und analysiert Fälle beim BKA, denn sie ist blind seither. Es war ein Einsatz auf Leben und Tod, der Jenny Aaron nun wieder einholt: eine Psychologin ist in einem Gefängnis von einem Häftling ermordet worden, während zeitgleich ein Bus mit einer Schulklasse gekidnappt wird. Man holt Jenny nach Berlin für diesen hochkomplexen Fall, in dem zwei Brüder eine zentrale Rolle spielen. Sie soll diesen Fall mit ihren Kollegen zum Ende bringen: „Endgültig“.

 

Wer actionreiche Krimis mag, mit ausgeprägt besonderen Typen, der liest hier richtig! Ein superspannender Thriller der Extraklasse, treibend erzählt, psychologisch fein austariert und extrem stilsicher!

 

 

ISBN   978-3-51842521-3    € 19,95      dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy

 

 

 

 

 

 

 

 

Philip Kerr "Die Hand Gottes"

Nach dem lesenswerten "Wintertransfer" ist dies der zweite Roman um den Cheftrainer des fiktiven Vereins London City, Scott Manson, und auch diesmal ist Scott nicht nur Trainer sondern gleichzeitig unfreiwilliger Ermittler: Während eines Champions League Spiels im heißen Athen stirbt sein russischer Topstürmer. Was zunächst nach Herzversagen aussieht, erscheint in ganz anderem Licht, als eine tote Frau aus dem Hafenbecken von Piräus gezogen wird. Sie entpuppt sich als Mitarbeiterin eines Begleitdienstes mit Verbindungen zum verstorbenen Fußballer und schon sind Scotts Qualitäten als Detektiv gefragt. Da die griechische Polizei die ganze Mannschaft samt Betreuungsstab sowieso nicht in die Heimat zurückreisen lässt, nutzt Scott die Zeit, recherchiert und ermittelt und kommt dem Täter (selbstverständlich) auf die Spur.

 

Wie auch im ersten Fußball-Thriller Kerrs kommen bei alldem die Funktionäre und Hintermänner des Fußballs nicht besonders gut weg und man erhält einen unschönen Einblick in das, was jede/r sowieso schon wusste: Um Sportliches geht es eigentlich nur am Rande, viel wichtiger sind diverse Eitelkeiten und - wer hätte das gedacht - der schnöde Mammon...

 

Sehr interessant sind auch die Einblicke in die griechische Gesellschaft und ihre vielfältigen Probleme und erschreckend die Beschreibung der Feindschaften, die zwischen Fans rivalisierender Teams bestehen und von sportlichem Denken ebenfalls meilenweit entfernt sind.

 

All das ist super recherchiert von Philipp Kerr und mit viel Insiderwissen flott formuliert - ein großer Lesespaß, auch wenn nicht viele Illusionen bleiben!

 

ISBN 978-3-60850139-1    € 14,95   dieses Buch empfiehlt Silvia Engel (WeinLese)

 

 

 

 

 

 

 

Anne Freytag "Mein bester letzter Sommer"

Die 17-jährige Tessa ist wütend. Ihr Leben lang hat sie gezögert, gewartet und auf eine perfekte Zukunft hingearbeitet, nur um jetzt zu erfahren, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Tessa ist sicher, dass sie keine Chance hat, die verpassten Erfahrungen in so kurzer Zeit nachzuholen – bis sie Oskar trifft.

Oskar, der sie komplett aus der Bahn wirft und alles vergessen lässt; der weiß, dass er Tessa nur allzu schnell wieder verlieren wird und trotzdem bereit ist, sich in sie zu verlieben... und der ihr den perfekten letzten Sommer schenkt.

Ein unglaublich schönes Buch, das sowohl sprachlich als auch inhaltlich ans Herz geht. Man hat das Gefühl, dass jede einzelne Seite dem Leser förmlich entgegenschreit, dass unsere Zeit auf diesem Planeten kostbar ist, selbst wenn – oder vielmehr erst recht wenn – wir diese nur noch in Tagen oder Wochen messen können.

 

Für Jugendliche ab 14 Jahren.

 

ISBN 978-3-453-27012-1      € 14,99    dieses Buch empfiehlt Jessica Rischmüller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juli Zeh "Unterleuten"

Gesellschaften ändern sich und einst anerkannte (ungeschriebene)Werte friedlichen Zusammenlebens drohen zu verschwinden. Das ist ein Phänomen, das es lohnt, in einem Gesellschaftsroman zu beschreiben, und Juli Zeh tut genau dies in ihrem dicken, neuen, klugen Buch über eine kleine erfundene Ortschaft in Brandenburg: „Unterleuten“. Eine Gegend, die ländliche Idylle bietet, fernab der großen Hauptstadt Berlin, wo man als Städter neu anfangen, Lebenspläne verwirklichen und Neigungsberufen nachgehen kann (Vogelschutz; Pferdecoaching, Autowerkstatt). Das stößt hier aber nicht unbedingt auf das Verständnis der Alteingesessenen, die ohnehin noch so manchen Konflikt aus der deutsch-deutschen Vergangenheit auszutragen haben. Als nun ein Investor auftaucht und seine Absicht kundtut, am Ortsrand eine Windparkanlage zu bauen, sobald er das fehlende Parzellenstück bekommen hat, ist der Friede im Dorf nachhaltig gestört.

Die beste aller Welten – wo ist sie nur? In Unterleuten definitiv nicht, aber warum es so ist, 

kann man hier großartig nachlesen. Ländliche Idylle – das ist ein Mythos. Vom Landleben ist nicht viel übrig angesichts von gekauften Agrarsubventionen, erhöhten Pachtzinsen, von EU- Subventionen, staatlichen Präferenzen in der Energiepolitik und last but not least dem internationalen Getreidepreis. Und vehement vertretenen eigenen Interessen – notfalls mit Gewalt. Das zeigt Juli Zeh auf beeindruckende Weise. Fast zehn Jahre – sie lebt selbst auf dem Land – hat die Juristin und Schriftstellerin an diesem Roman gearbeitet, und es hat sich gelohnt. Dieser Roman ist detailgenau, sehr präzise recherchiert, spannend und moralisch. Juli Zeh hält der selbstverwalteten Demokratie einen Spiegel hin, in dem sich auch der moderne ichbezogene wohlstandsverwöhnte Bürger erkennen kann.

„Unterleuten“ ist ein großer moderner Roman, der im Kleinen zeigt, wie es im Großen läuft – nämlich gar nicht gut!

ISBN   978-3-630874876  € 24,99      dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy

 

 

 

 

Sven Stricker "Sörensen hat Angst"

Das gab es noch nie in der mannigfaltigen Krimiszene: Einen Kommissar mit einer ausgeprägten Angststörung, der sich – nach Trennung und ausgeprägter Leidenszeit – von der Weltstadt Hamburg in die Provinz versetzen lässt. Hier in Nordfriesland im fiktiven Katenbüll erhofft er sich eine beschauliche Diensterfüllung, stressfrei und ohne große Anforderungen, denen er sich trotz fortlaufender Medikamenteneinnahme und absolvierter Therapie nicht gewachsen fühlt.

Doch kaum eingetroffen, ist bereits der erste Tote zu beklagen: Der Bürgermeister des Städtchens wird erschossen aufgefunden und – soviel sei verraten – dies ist nicht der letzte Todesfall, der KHK Sörensen um den Schlaf bringen wird....

Und auch sonst kann von dem erhofften beschaulichen Dienstort nicht wirklich die Rede sein: Die Wurstfabrik mit dem passenden Namen „Fleischeslust“ bestimmt die Geschehnisse im Ort mit nicht immer legalen Mitteln, häusliche Gewalt, Steuerhinterziehung und Schlimmeres kommen im Laufe der Ermittlungen zutage.

Sven Stricker ist mit diesem Roman eine schwierige Gratwanderung gelungen: Liebevoll-ironisch und mit sehr viel Situationskomik zeichnet er seine Figuren; der Krimi ist teilweise ausgesprochen komisch und unterhaltsam sowieso. Andererseits zeichnet er ein eher trostloses Bild: Abgesehen davon, dass es im grauen Nordfriesland wohl permanent regnet, zeigt sich sehr schnell, dass sich das Grauen hinter jeder noch so biederen und glatten Fassade verstecken kann.

 

Ein unbedingt empfehlenswerter Roman mit vielen skurrilen und gut gezeichneten Charakteren, denen ich auf jeden Fall gern bald wieder begegnen möchte! FORTSETZUNG ERWÜNSCHT!!!

 

ISBN 978-3-49927118-2  € 9,99      dieses Buch empfiehlt Silvia Engel (WeinLese)

 

 

 

 

Sebastian Fitzek "Das Joshua-Profil"

Was wäre, wenn es Personen gibt, die bereits wissen, was du morgen tun wirst?

Die wissen, dass du schon bald ein Verbrechen begehen wirst, obwohl du selber noch nicht mal im Entferntesten daran gedacht hast? Und was wäre, wenn diese Personen alle möglichen Mittel einsetzen würden, um dich davon abzuhalten?

 

Das Leben von Max Rhode nimmt eine mehr als unglückliche Wendung, als seine Pflegetochter Jola entführt wird. Und plötzlich taucht auch noch sein Bruder Cosmo auf, der eigentlich in Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzen sollte.

Zusammen mit seinem vorbestraften Bruder macht sich Max auf die Suche nach Jola. Hat das Verschwinden seiner Pflegetochter etwa mit dem mysteriösen Anruf zu tun, der ihn vorher erreichte?

Wem kann er trauen? Und wer oder was steckt eigentlich hinter dem Joshua-Profil, vor dem er ausdrücklich gewarnt wurde?

 

Fitzek schafft es mit seinem temporeichen und detaillierten Schreibstil den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. „Das Joshua-Profil“ greift außerdem aktuelle politische und soziale Themen auf, ohne belehrend zu wirken.

Ein gut recherchierter Thriller, voller unvorhersehbarer Wendung und einem überraschenden Ende!

 

ISBN 978-3-78572545-0  € 19,99      dieses Buch empfiehlt Danica Hofmann

 

 

 

Deon Meyer "Icarus"

"Fremdgehen ohne Stress" - so lautet das Motto der vermeintlich genialen Geschäftsidee des Südafrikaners Ernst Richter. Seine Firma "Alibi" hilft Menschen ihre Partner zu betrügen und unentdeckt davonzukommen. Als Richter stranguliert am Strand gefunden wird, stehen die Verdächtigen Schlange.

Bennie Griessel, Leserinnen und Lesern von Deon Meyers Kriminalromanen bestens bekannt, arbeitet mit einer Sonderkommission an dem Fall, hat aber eigentlich mit ganz anderen Dämonen zu kämpfen. Als trockener Alkoholiker wird er komplett aus der Bahn geworfen, als ein Kollege sich selbst und seine Familie erschießt. Bennie beginnt wieder zu trinken und ist hauptsächlich damit beschäftigt, sich Alkohol zu organisieren und beim Konsumieren nicht entdeckt zu werden.

 

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir den Winzer du Toit kennen. Er erzählt seiner Anwältin die Geschichte seiner Familie und seines Weingutes und ist offensichtlich in den Richter-Fall involviert, obwohl zunächst nicht deutlich wird, wie alles zusammenhängt.

Aber: Gewohnt versiert und spannend entwickelt Deon Meyer seine Geschichten und führt sie am überraschenden Schluss gekonnt zusammen.

Ein weiterer südafrikanischer Krimi der Extraklasse - vielschichtig und klug - lesenswert!

 

ISBN 978-3-35200671-5             € 19,99      dieses Buch empfiehlt Silvia Engel (WeinLese)

 

 

 

 

 

 

 

Robert Muchamore "Rock War 01 - Unter Strom"

3 Perspektiven, 3 Personen und 3 Bands. Jay, Summer und Dylan spielen alle in einer Band und es man erlebt das Leben von allen. Wie sie in die Band kommen, ihre Probleme, ihre Familie und ihre Auftritte. Doch sie wollen letztendlich alle beim Rock War  mitmachen - einer Fernsehshow für Bands.

Jay hat eine sehr große Familie und ich mochte ihn gerne. Ich konnte ihn gut nachvollziehen und fand es witzig mitzuerleben, wie es so in der riesigen Familie abläuft.

 

Summer ist eigentlich ein sehr zurückhaltendes Mädchen, welches sich viel um ihre Großmutter kümmert und dann in eine Band kommt, von der ich nicht gedacht hätte, dass es zu ihr passen würde, da es Rock Musik ist. Sie hat sich aber entwickelt, war nicht mehr so schüchtern und das hat mir gut gefallen.

Mit Dylan konnte ich nicht so viel anfangen, weil er ein Charakter ist, der viel rebelliert und ich das ein wenig nervig fand. Als er dann allerdings in die Band gekommen ist, ist er fürsorglicher geworden und hat sich nicht mehr so aufgeführt.

 

Robert Muchamore hat flüssig geschrieben. Der Schreibstil war sehr einfach und leicht zu verstehen, weshalb ich das Buch ab ca. 12 Jahren empfehlen würde. Allerdings kamen auch häufiger Ausdrücke oder Sexualanspielungen vor, die ich nicht an eine etwas jüngere Zielgruppe richten würde. Trotzdem hat mir der Schreibstil gefallen. Ich fand aber ein wenig schade, dass Dylan, obwohl ich ihn nicht so mochte, relativ selten vorkam, weil ich eine ausgewogenere Verteilung schöner gefunden hätte. Ich denke aber, dass sich dies in den nächsten Bänden aber noch ausgleichen kann, da das eine Trilogie ist.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass mir das Buch, mit ein paar kleinen Mängeln, gut gefallen hat und ich es ein gutes Buch für Zwischendurch gehalten habe.

 

ISBN 978-3-57016291-0  € 12,99     dieses Buch empfiehlt unsere Testleserin Carlotta Rosch (15 Jahre)

 

 

 

 

 

 

Wilhelm Hauschild "Wilhelm Hauschilds Hannover"

Wilhelm Hauschild ist ganz sicher Hannovers berühmtester Fotograf des 20. Jahrhunderts – seine Bilder sind legendär!

Unzählige Aufnahmen hat er bis zu seinem Tod 1983 gemacht: wunderbare Schwarzweiß-Momente bei besonderem Licht, realistisch und besonders.

Wilhelm Hauschild war stets mit fotografischer Leidenschaft unterwegs, meist die Baskenmütze auf dem Kopf, und er hat allen Hannoveranern einen wertvollen und vielfältigen Schatz an Bildern hinterlassen, die seinen Blick auf die Stadt, ihre Architektur, ihre Menschen und Stimmungen einfühlsam mitteilen.

Nun gibt es einen neuen Band dieser wunderbaren Bild-Erinnerungen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts: vom Bahnhof, vom Kröpke, vom „Schorsenkai“ und vieles mehr. Auch Stadtansichten aus der Luft finden sich in diesem schönen Bilderbuch sowie ein Blick auf das Badevergnügen im Fössebad oder das militärische Treiben auf dem Waterlooplatz.

Hausschilds Bilder und Perspektiven wecken lebhafte Erinnerungen und bewahren zugleich die Geschichte von Hannover. Und die schönen einfühlsamen Texte von Friedrich Wilhelm Neitzel geben den Bildern Kontur. Hannover pur!

 

ISBN 978-3-923976-99-7    € 14,99      dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy

 

 

 

 

Mechthild Gläser "Die Buchspringer"

Als Amy zusammen mit ihrer Mutter auf die Insel ihrer Vorfahren zurückkehrt, erfährt sie schnell, welches Geheimnis ihre Familie seit Ewigkeiten hütet: Sie ist eine Buchspringerin. Endlich kann sie richtig in ihre Lieblingsgeschichten eintauchen und in die verschiedensten Geschichten reisen. Doch schon bald merkt sie, dass manche Bücher aus ihrer Ordnung geraten und sie will den Täter dieser Verbrechen fassen, denn sonst wäre bald keine Geschichte mehr so, wie sie vorher war.

 

Die Idee des Buches fand ich sehr interessant und neu. Auch hat Mechthild Gläser das Buch mit ihrem tollen Schreibstil wunderbar gestaltet, sodass es viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Mit den Charakteren konnte ich mich auch sehr anfreunden, da Amy sich nicht unterkriegen lässt und ihr Ding durchzieht. Alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

 

Empfohlen ab 12 Jahre.

 

ISBN  978--378557497-3  € 17,95     dieses Buch empfiehlt unsere Testleserin Carlotta Rosch (15 Jahre)

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicola Yoon "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt"

Die 17-jährige Madeline Whittier ist aufgrund eines seltenen Immundefekts gezwungen, ihr komplettes Leben in einem hermetisch abgeriegelten Haus zu verbringen. Abgesehen von einigen wenigen Personen hat Madeline zu so gut wie niemandem Kontakt, alltägliche Genüsse wie exotisches Essen, Reisen oder auch nur ein Ausflug in den Park kommen für sie nicht in Frage. Obwohl ihr natürlich bewusst ist, dass ihr Leben ausgesprochen ungewöhnlich ist und sie eine Menge Einschränkungen hinnehmen muss, kam Madeline immer gut mit ihrem Leben zurecht... Bis Olly in das Nachbarhaus einzieht. Er macht ihr bewusst, dass es mehr geben muss als schlichtes Überleben und zwingt Maddie dazu, sich die Frage zu stellen, was sie sich vom Leben erhofft und was sie bereit ist dafür zu riskieren.

Tiefgreifend, ein klein wenig traurig, aber unfassbar schön. Nicola Yoon gelingt es, mit einem außergewöhnlichem Schreibstil und liebenswerten Charakteren den Blick des Lesers auf die kleinen und großen Wunder unserer Welt zu lenken.

 

Empfohlen ab 14 Jahren

 

ISBN 978-3-7915-2540-2     € 16,99     dieses Buch empfiehlt Jessica Rischmüller

 

 

 

 

Isabel Abedi "Isola"

Isola - eine Insel für ein Filmprojekt mit 12 ausgewählten Jugendlichen. Jeder darf drei persönliche Gegenstände mitnehmen, aber sie finden alles vor, was sie brauchen. Bei allem werden sie gefilmt und nachdem sie einen Brief mit einem Spielplan entdecken, beginnt das Unerwartete.

Das Buch war, wie zu erwarten, sehr gut geschrieben. Der Schreibstil war sehr flüssig und man konnte sich super in die Personen hineinversetzen. Vera, die Protagonistin, erwies sich als sehr interessanten Charakter, da sie sehr ruhig ist und ungern etwas von sich preisgibt. Allerdings kann man sie super verstehen und mit ihr mitfühlen.

Auch die anderen Charaktere sind wunderbar ausgewählt und jeder auf seine Art sehr interessant und kreativ. Das zusammen mit der Idee des Buches funktioniert total, sodass es dem Buch einen einzigartigen Flare verleiht.

Auch das Ende ist sehr schön gestaltet, da man erst erwartet, dass es doch sehr vorhersehbar verläuft und dann doch eine unerwartete Wendung eintritt. Ich finde es nur ein wenig schade, dass man in dem Klappentext schon so viel verrät, da man ihn auch anders und dennoch interessant hätte gestalten können.

 

Insgesamt fand ich das Buch aber sehr gut und für jeden lesenswert.

 

Empfohlen ab 14 Jahre.

 

ISBN 978-3-40150386-8  € 7,99     dieses Buch empfiehlt unsere Testleserin Carlotta Rosch (15 Jahre)

 

 

 

 

 

 

Samuel Bjørk "Engelskalt"

In Norwegen wird ein seit Tagen vermisstes, sechsjähriges Mädchen tot aufgefunden.

Sie trägt maßgeschneiderte Puppenkleider, einen gefüllten Schulrucksack und wurde so für die „Einschulung“ zurechtgemacht, erhängt.

Kommissar Holger Murch muss sich die Hilfe seiner ehemaligen Kollegin sichern, die sich allerdings auf eine Insel zurückgezogen hat, um ihrer Zwillingsschwester in den Tod zu folgen.

Als sie die Aufnahmen des Mädchens sieht, entdeckt sie ein bisher nicht erfasstes Detail, welches darauf schließen lässt, dass es nicht bei nur einem Opfer bleiben wird.

 

Von Anfang an schafft Bjørk eine düstere Stimmung, obwohl er entgegen dem momentanen Trend, keine brutalen und blutigen Szenen beschreibt, sondern eher durch verschiedene Handlungsstränge und deren Verknüpfungen ein bedrückendes Gesamtbild erzeugt.

Ein spannender und komplexer Thriller, der selbst zum Ende hin noch überrascht und definitiv Lust auf mehr macht.

ISBN  978-3-44248225-2  € 12,99   dieses Buch empfiehlt Karo Leinemann

 

 

 

 

 

 

 

Liz Coley "Scherbenmädchen"

Angie ist dreizehn, als sie entführt wird. Das Letzte, was sie noch weiß ist, dass ein Mann auf sie zu kommt und, dass eine Stimme in ihrem Kopf sagt:”Versteck dich!”

Das Nächste, was sie mitbekommt ist, dass sie die Straße lang läuft, in der ihre Eltern wohnen. Was sie nicht weiß, es sind drei Jahre vergangen. Nur die Narben an ihren Armen und Beinen verraten von ihrer Gefangenschaft.

Doch Angie ist nicht mehr allein.

Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel sind bei ihr und haben sie vor dem Gröbsten beschützt. Jeder von ihnen trägt ein Stück der drei vergangenen Jahre in sich, jeder versteckt Geheimnisse und sie sind alle ein Teil von Angie.

Nach und nach nimmt Angie Kontakt zu diesen Persönlichkeiten auf und versucht zu erfahren, was passiert ist, doch ist das gut?

Will sie alles erfahren?

 

Eine unglaublich nah erzählte Geschichte über ein Mädchen, das ihre Persönlichkeit spalten musste, um das Grauen ihrer Entführung zu ertragen.

Fantastisch, spannend, unglaublich gut.

Empfohlen ab 14 Jahren.

 

ISBN 978-3-8466-0006-1     € 15,99      dieses Buch empfiehlt Amrit Jung

 

 

 

 

Anna McPartlin "Die letzten Tage von Rabbit Hayes"

Rabbit – eigentlich Mia – Hayes hat Krebs im Endstadium. Sie hat noch wenige Tage zu leben und wird diese in einem Hospiz verbringen. Im Kreise ihrer Familie und engsten Freunde nimmt sie Abschied vom Leben.

So beginnt dieser wunderbare Roman. Schonungslos und offen, so wie auch unsere Hauptfigur sich ihrer Erkrankung stellt.

Das Debüt der irischen Autorin berührt von der ersten Zeile an.

Liebevoll porträtiert sie jede einzelne ihrer Figuren, erzählt in Rückblenden Rabbits Lebensgeschichte und zeigt wie alle Beteiligten sich langsam auch mehr und mehr auf ein zukünftiges Leben ohne ihre Mutter, Tochter, Schwester, Tante und Freundin vorbereiten.

 

„Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ ist für mich das (bisher) schönste Buch in diesem Frühjahr. Traurig und komisch zugleich und absolut lebensbejahend!!

Bitte unbedingt lesen!

 

ISBN 978-3-499-26922-6     € 12,-        dieses Buch empfiehlt Miriam Achter

 

 

 

Annette Mierswa "Die geheime Welt der Suni Stern"

Mir hat das Buch gefallen, da ich es schön finde, dass Suni und Stella durch das Beobachten Freunde werden.

Suni Stern ist elf Jahre und gerade aus Hamburg nach Trotzigen gezogen. Da sie noch keine Freunde hat und sehr merkwürdige Nachbarn, beobachtet sie die Menschen, so wie sie es zu Hause in Hamburg mit ihrer besten Freundin Theresa auch getan hatte.

Als sie dann in der Schule in ihre neue Klasse kommt, weiß sie genau mit wem sie gerne befreundet sein würde.

Doch das ist nicht so einfach, wenn diese drei Mädchen, Nadine, Tabea und Stella, der Mittelpunkt der Klasse sind.

Nach einer Weile findet Suni die Mädchen dann doch nicht mehr so toll, als sie merkt, dass sie immer sehr schick gekleidet sind und in ihre Handys SMS tippen.

Sunis Nachbarn verhalten sich auch sehr verdächtig.

Das junge Mädchen notiert sich alle Beobachtungen in ein kleines Heft und trägt es immer bei sich, außer es wird vertauscht oder sie verliert es …

Ich empfehle das Buch für neun- bis elf-jährige.

 

 

 

ISBN 978-3-86429-211-8    € 12,95      dieses Buch empfiehlt unsere Testleserin Livia Schaffors (12 Jahre)