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Unsere Buchtipps in der HAZ

Empfehlungen

Wir haben  wieder in der HAZ geworben.

Es ist bestimmt für jeden etwas  dabei.

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HAZ am 07.10.2020


Jo Nesbø „Ihr Königreich“

Empfehlungen
Jo Nesbø Ihr Königreich

Zwei Brüder, die in unwirtlicher bergiger Natur einen Überlebenskampf führen, geprägt von familiären Bindungen, Abhängigkeiten und Eifersucht: Der norwegische Autor Jo Nesbø hat einen extrem spannenden, dramatischen Roman geschrieben, voller dunkler Geheimnisse und Abgründe.

Fünfzehn Jahre haben sie sich nicht gesehen: die beiden ungleichen Brüder Roy und Carl. Während Roy nach dem Unfall ihrer Eltern auf dem Hof in den Bergen geblieben ist und ein ruhiges Leben als Tankstellenwart und Automechaniker führt, kehrt Carl nach dem Studium als Master of Business aus den Staaten zurück. Im Gepäck: die Idee vom Bau eines Spa-Hochgebirgshotels inmitten des Ödlands, das den Hof umgibt. Carls Freundin Shannon ist ebenso begeistert von diesem Großprojekt, schließlich ist sie die Architektin des Ganzen. Carl, der erfolgreiche jüngere, absolut gesellschaftsfähige Bruder, der früher stets von Roy aus jedem Schlamassel herausgehauen werden musste, überzeugt das Dorf und seine wichtigen Männer als Finanzierungspartner von seiner Vision. Während Roy, Erzähler dieser archaisch anmutenden Geschichte, als Älterer skeptisch zurückhaltend bleibt. Das hat seine Gründe, die sich dem Leser ganz allmählich offenbaren.

Nesbøs neuer Roman ist umfangreich, und doch von der ersten bis zur letzten Seite von ungeheurer Spannung getragen. Es sind die eigenwilligen, genau beschriebenen Charaktere, die vielen packenden Dialoge und die allmähliche Enthüllung einer entsetzlichen Familiengeschichte. Angelehnt an die älteste Brudergeschichte, die wir kennen: Kain und Abel. Auch hier geht um Liebe, Fürsorge und Abhängigkeiten, aber auch um Gewalt, Missbrauch und ein tiefes Gefühl von Scham. Eine Tragödie, die mitreißt. Und auch etwas von einem bösen Märchen hat.

ISBN 978-3-550-05074-9    € 24,99

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Bernhard Schlink „Abschiedsfarben“

Empfehlungen

Diese 9 Erzählungen von Schlink sind ein feines Lesevergnügen!
Kurze Geschichten über das Leben, die Liebe und das Abschiednehmen, mit Leichtigkeit und sachter Melancholie erzählt, ich hab‘s genossen! Wunderbar für spätsommerliche Abende.

ISBN 978-3-257-07137-5     € 24,-

Diese Buch empfiehlt Mirjam Dralle.


Elsa Koester „Couscous mit Zimt“

Empfehlungen

„Ich habe Gott nie um Kinder gebeten“ – das ist ein wuchtiger Satz für einen Romanbeginn.

Die politische Journalistin Elsa Koester hat einen faszinierenden ersten Roman vorgelegt, der auf packende Weise die Geschichte dreier selbstbewusster Frauen erzählt.

Lisa ist aus Berlin gekommen, um das ererbte Appartement ihrer Großmutter nach deren Tod zu entrümpeln. Über hundert Jahre alt ist Lucile geworden, hatte in Paris nach einem bewegtem Leben endlich ihre Ruhe gefunden. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens musste sie dort alles aufgeben – den Hof, die Männer und zwei Söhne – und war mit beiden Töchtern nach Frankreich geflohen. Das Verhältnis zu den Mädchen war kompliziert, bisweilen auch explosiv. Besonders zu Marie, Lisas Mutter, die in Tunesien aufgewachsen ist und den Verlust ihrer Heimat nur schwer verkraften kann.

In wechselnden Perspektiven kommen Mutter und Tochter zu Wort und erzählen direkt, schonungslos von ihrem Leben und ihren Lieben, von Verletzungen und Verlusten, von den Wahrheiten und Lügen. Eingebettet in die komplizierte Historie Frankreichs als Kolonialmacht in Nordafrika, deren Auswirkungen besonders das Leben von Lucile als einer Pied-noir und ihrer Tochter Marie radikal veränderten.

Elsa Koester ist ein mitreißender Roman gelungen, voll detailreicher Bilder und intensiver Gerüche der arabischen Küche, eben „Couscous mit Zimt“.

 

ISBN  978-3-627-00278-7     € 24,-

Dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Karine Tuil „Menschliche Dinge“

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Karine Tuil Menschliche Dinge

Für ihren Roman „Menschliche Dinge“ gewann Karine Tuil in Frankreich zu Recht zahlreiche Preise. Sie schildert darin das Leben der Bilderbuchfamilie Farel. Jean und Claire sind beide politische Journalisten, er im Radio und Fernsehen, sie als feministische Redakteurin und Buchautorin. Seit einigen Monaten leben sie bereits getrennt, doch es gilt noch einmal die Fassade aufrecht zu erhalten, als Jean der Orden der französischen Ehrenlegion, durch den Präsidenten persönlich, verliehen wird. Dafür reist extra der brillante Sohn Alexandre aus Stanford an. Die Familie kann mühsam den Schein wenige Stunden aufrecht erhalten, nach dem offiziellen Teil des Abends geht wieder jeder seiner Wege. Jean hat Sex mit einer Praktikantin, Claire geht zu ihrem neuen Partner und Alexandre besucht eine Studentenparty. Alles ganz normal, aber am nächsten Morgen steht die Polizei vor Tür der großbürgerlichen, elterlichen Wohnung und nimmt ihn unter dem Vorwurf der Vergewaltigung mit.

Tuil schildert wie die Welt bei den priviligierten Intellektuellen und der Familie des Opfers aus den Fugen gerät, in dem sie uns, wie Geschworene, an dem Prozess teilnehmen lässt. Es ist kein amerikanischer Gerichtsthriller mit Showdown, sondern jeder hat eine andere Sicht auf den Abend und ordnet die Geschehnisse nach den Codes des eigenen Millieus ein. Männer und Frauen bewerten  Macht und deren Missbrauch unterschiedlich, aber auch die gesellschaftliche Sozialisation ist prägend für den moralischen Kompass, den wir anlegen.  Diese Unterschiede führen zu einem Scheitern  der Kommunikation und so werden alle Beteiligten zu Opfern und Tätern.

Karine Tuil ist selbst Juristin und hat ein Buch geschrieben, das einen nach einem atemlosen Lesevergnügen noch lange beschäftigt.

Großartig und unbedingte Leseempfehlung, falls jemand das Taschenbuch „Die Gierigen“ von ihr noch nicht kennt, empfehle ich den Doppelpack!

ISBN 978-3-54610002-1      € 22,-

 

Dieses Buch empfiehlt Petra Luhnau


Video-Buchvorstellung von Gesa Reisch

Empfehlungen


Unsere Mitarbeiterin Gesa Reisch

stellt den neuen Roman

„Writers & Lovers“

von Lily King vor.
 Ein neues Lieblingsbuch❤️😊!!!

Hier geht es zum Video

ISBN 978-3-40675698-6     € 24,-


Adrian Mckinty, „Alter Hund, neue Tricks“

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Adrian Mckinty Alter Hund, neue Tricks

Endlich ein Wiedersehen mit dem “Katholischen Bullen“ (Band 1) Sean Duffy, der seit 1981 in nordirischen Stadt Carrickfergus ermittelt und durch seine Konfession eigentlich für beide Seiten ein Verräter ist: für die Polizei und für die IRA. Mittlerweile befinden wir uns im Jahr 1992, die „Troubles“ dauern an. Duffy ist eigentlich nur noch Teilzeitpolizist und arbeitet konsequent auf seine Pensionierung hin – noch zwei Jahre, dann ist es so weit. Wenn man die Zeichen richtig deutet, könnte das letzte Wort dabei allerdings noch nicht gesprochen sein: In diesem Band wird Duffy aus seiner beschaulichen 6-Tage-im-Monat-Polizistentätigkeit gerissen, da sein Chef Urlaub macht und ein Mord aufgeklärt werden will. Ein Maler wurde erschossen und was zunächst nach einem Raubmord aussieht, führt sehr schnell auf die Spuren hochrangiger IRA-Funktionäre im irisch-republikanischen Exil. Duffy läuft zur gewohnten Hochform auf und fühlt sich als ermittelnder Polizist offensichtlich wohl wie ein Fisch im Wasser. Schwer zu glauben, dass damit in zwei Jahren Schluss sein soll …

Alter Hund, neue Tricks überzeugt – wie auch alle Bände vorher – durch schwarzen Humor, flotte Duffy-Sprüche, philosophische Eloquenz und eine kurzweilige Aufbereitung komplexer politischer Zusammenhänge, die uns die brisante Historie am Ende der Thatcher-Ära glaubwürdig näher bringen.

Eine überaus gekonnte Mischung aus Unterhaltung und politischem Tiefgang!

 

ISBN 978-3-51847060-2     € 15,95

 

Dieses Buch empfiehlt Silvia Engel – WeinLese

 


Abbie Greaves „Hör mir zu, auch wenn ich schweige“

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Dramatische Entwicklungen drohen das Eheglück von Maggie und Frank zu zerstören.
Ein ruhiger und langsamer Erzählfluss bringt uns ihre Geschichte nah, in Rückblenden erfährt man von ihren Geheimnissen und ihrer Verzweiflung. Ungesagtes bekommt die Oberhand, tiefes Schweigen entsteht und die seit 40 Jahren währende Beziehung scheint unrettbar.
Eine große Liebe, sehr berührend und ohne Kitsch geschildert, mit einem Ende, das Hoffnung birgt. (Zum Glück, denn Maggie und Frank sind sehr sympathische Figuren!)

Taschentücher bereit legen!

ISBN 978-3-8105-3068-4    € 16,-

Dieses Buch empfiehlt Mirjam Dralle


Unsere Buchtipps in der HAZ

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Morgen werben wir wieder in der HAZ.

Sie können heute schon einmal schauen.

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HAZ
vom 04.07.2020


Anne Müller „Zwei Wochen im Juni“

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Anne Müller Zwei Wochen im Juni

„2 Wochen im Juni“ ist eine federleichte Sommerlektüre. Man fühlt sich wie im Strandkorb geborgen, die Ostsee in der Nase und begleitet 2 Schwestern, die Ihr Elternhaus in der Nähe von Kappeln, nach dem friedlichen Tod der Mutter, ausräumen.
Erinnerungen an ein Familienleben ohne große Tragödien prägen die Wochen. Die Verbundenheit der beiden blieb, auch wenn kleine Verletzungen und unterschiedliche Lebenswege sie immer mehr entfremdete. Doch die gemeinsame Kindheit in der Einöde, in der es häufig keinen anderen Spielpartner als die Schwester gab, ist ein untrennbares Band an das nach vielen Jahrzehnten wieder angeknüpft wird.

Wer „Altes Land“ mochte, begibt sich auch gerne mit Anne Müller in Urlaub an der Ostsee.

 

ISBN 978-3-32860109-8   € 18,-

 

Dieses Buch empfiehlt Petra Luhnau


Eric-Emmanuel Schmitt „Felix und die Quelle des Lebens“

Empfehlungen
Eric-Emmanuel Schmitt Felix und die Quelle des Lebens

Felix ist erst 12 und seine sonst so tatkräftige fröhliche Mutter wird depressiv. Was nun?

Ein Onkel eilt herbei und der seit jeher verheimlichte Erzeuger von Felix.

Gemeinsam mit ihnen und den verschrobenen Freunden (sehr liebevoll gezeichnet) versucht Felix seine Mutter ins Leben zurückzuholen.

Ein aussichtsloser Kampf?

Eine Reise ins Senegal, zurück zu den Wurzeln der Familie, führt zu größeren und kleineren Offenbarungen und schließlich zur Heilung.

Ein Wohlfühlbuch mit philosophischen Einsprengseln, wirklich schön!          ISBN 978-3-57010402-6    € 20,-

Diese Buch empfiehlt Mirjam Dralle


Adeline Dieudonné „Das wirkliche Leben“

Empfehlungen
Adeline Dieudonné Das wirkliche Leben

Buchstäblich wie die Ruhe nach dem Schuss klingt der Roman „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné nach.

5 Jahre in dem Leben einer französischen Familie in einer Reihenhaussiedlung werden aus der Sicht der Nerd Tochter erzählt.

Ihre Intelligenz hilft nicht gegen die Brutalität des Vaters in einer sprach- und lieblosen Familie. Man fiebert mit dem Mädchen mit, das ihren Bruder Gilles retten will und ahnt dass es Böse für alle ausgehen wird.

Die Entwicklung hoffnungsvollen Zehnjährigen, die noch an Zauberei und Hexen glaubt, zur Heranwachsenden, die Ihrer erwachenden Sexualität mit analytischen Verstand begegnet, wird schonungslos erzählt.

Trotz Szenen mit Splatter Charakter folgt man atemlos dem Grauen im Vorort und hofft auf Rettung der verlorenen Seelen.

Atemraubendes Romandebüt.

 

ISBN 978-3-42328213-0    € 18,-

 

Dieses Buch empfiehlt Petra Luhnau