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Tim Parks „Thomas & Mary“

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Tim Parks - Thomas & Mary

Die Liebe kommt und sie geht: Der britische Autor Tim Parks hat einen modernen und ungewöhnlichen Eheroman geschrieben…

Sie heißen nicht Romeo & Julia, sondern ziemlich banal einfach Thomas & Mary – seit 30 Jahren verheiratet, zwei Kinder, Haus und Hund inklusive. Und eigentlich keine Sorgen, sollte man meinen. Und doch: was ist mit dem Gefühl? Was machte ihr gemeinsames Leben aus, ihre Liebe, ihr Beisammensein? Das alles erfährt der Leser erst nach und nach, denn Tim Parks Roman ist ein Kaleidoskop aus Lebenssplittern, jedes Kapitel erzählt ein Stück aus dieser Ehe und der Familie. Da gibt es sieche Pflanzen, die zur Hochzeit geschenkt wurden, und Thomas hat seinen Ring verloren, da geht es um Entscheidungen, die dem Leben eine Wendung geben, es geht auch um Untreue und Auseinanderdriften. Ach, die Gewohnheiten einer langen Ehe, nicht immer ist das nur schön! Dies alles beschreibt Tim Parks auf die ihm eigene brillante und zugleich verrätselte Weise: in verkehrter Chronologie erlebt der Leser vielfältige Momente einer Liebe und Beziehung, die selbst den Autor unentschlossen lassen, wenn man dem Nachwort glauben will. Vielleicht ist die Liebe wirklich zu kompliziert, um sie zu begreifen. Tim Parks glaubt ja bekanntlich nicht daran, dass Romane die Wirklichkeit verstehen helfen. Aber ein wenig hat hier man den Eindruck, dass er sich selbst widerlegt.

ISBN 978-3-95614-164-5, € 22,-

Selbstverständlich erhalten Sie dieses Buch auch in unserer Buchhandlung!

dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Unser Lesetipp fürs Wochenende: Scott Bergstrom „Cruelty – Ab jetzt kämpfst du allein“

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Scott Bergstrom - Cruelty

Cruelty – Young adult meets James Bond

Die siebzehnjährige Gwen führt ein gehetztes Leben als Stieftochter eines Diplomaten. Sie verweilt nie lange genug an einem Ort, um sich einzuleben und spricht fünf verschiedene Sprachen.

Ihr Leben wird erneut auf den Kopf gestellt, als ihr Stiefvater bei einem seiner Aufträge spurlos verschwindet. Gwen muss erkennen, dass der Mensch, der ihr am nächsten steht, ein dunkles Geheimnis vor ihr hat: Hinter der Tarnung des Diplomaten steckt ein Agent der CIA.

Doch der Geheimdienst stellt die Suche nach ihrem Vater schnell ein und Gwen beschließt, selbst zu handeln. Unter einer neuen Identität beginnt eine packende Reise über mehrere Kontinente, immer auf der Suche nach ihrem Vater und der Wahrheit. Um zu überleben muss sie dabei grausamer sein als die Entführer ihres Vaters…

Ein actionreicher Thriller, der besonders durch seinen flüssigen Schreibstil hervor sticht und einen in seinen Bann zieht. Eine Verfilmung ist bereits in Arbeit!

ISBN 978-3-499-27266-0, € 14,99

Selbstverständlich erhalten Sie dieses Buch in unserer Buchhandlung!

dieses Buch empfiehlt Klara Wagner


Nicola Yoon „The Sun is also a Star – Ein einziger Tag für die Liebe“

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Nicola Yoon "The Sun is also a Star"

Zwei junge Menschen in New York, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Daniel, ein in Amerika geborener Koreaner, der von seinen Eltern dazu angetrieben wird, Medizin zu studieren, obwohl er eigentlich lieber Dichter wäre, und Natasha, Tochter illegaler Einwanderer aus Jamaika, die aus tiefstem Herzen an die Wissenschaft glaubt und von einem unaufgeregten Leben in Amerika träumt.

Die beiden begegnen sich aufgrund unzähliger Zufälle und verbringen den Tag zusammen – und für beide ist es der Tag, der alles verändern könnte…

Daniel hat nur diesen einen Tag Zeit, um Natasha davon zu überzeugen, dass es Vorhersehung und Liebe auf den ersten Blick gibt, während Natasha sich verzweifelt gegen seine Versuche wehrt – denn sie hat diesen letzten Tag, um die Abschiebung ihrer Familie nach Jamaika zu verhindern, die am Abend erfolgen soll.

Kann ein einziger Tag reichen, um alles, was danach kommt, zu verändern? Ist es möglich, dass bestimmte Menschen dazu auserkoren sind, einander zu begegnen und zu lieben? Und reicht Liebe allein, um allen Hindernissen zu trotzen?

Das sind die Fragen, die dieses Buch stellt und gleichzeitig beantwortet. Nicola Yoon hat erneut ein Buch geschrieben, das durch seinen besonderen Schreibstil besticht und den Leser von Anfang an berührt – einfach nur toll!

Empfohlen ab 14 Jahren.

ISBN 978-3-7915-0032-4, € 19,99

dieses Buch empfiehlt Jessica Rischmüller


Ian Rankin „Ein kalter Ort zum Sterben“

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Ian Rankin "Ein kalter Ort zum Sterben"

Die Unterwelt brodelt in Edinburgh – eine Stadt, die eigentlich als seriös bekannt ist und für Diskretion steht, besonders in Finanzangelegenheiten. Auch der 21. Fall der John-Rebus-Reihe glänzt mit schlagfertigen Dialogen und sehr viel schottischem Flair.

Die Polizei in Edinburgh ist längst umstrukturiert und John Rebus in Rente. Er hat nun eine Freundin, trinkt und raucht nicht mehr, aber das Ermitteln kann er nicht lassen. Ein alter Fall lässt ihn nicht los: ein High-Society-Mord in einem Hotel in den 70ern Jahren, in den auch eine Musikband verwickelt zu sein scheint. Eine lebenslustige Bankiersgattin wurde ermordet und nie geklärt, wer der Täter war. John Rebus kümmert sich um diesen cold case und begleitet zugleich sein altes Team, das ihn braucht wie eh und allerhand Spuren nach zu gehen hat, von denen manche ins Leere führen. Denn Big Ger Cafferty, der alte Widersacher und Oberkriminelle in der schottischen Hauptstadt, hat nicht nur eine Wohnung bezogen, sondern auch Stress mit einer anderen Gangsterband. Drei mal drei macht neun: in neun Tagen, die man mit diesem Krimi im Labyrinth Edinburghs verbringt, gibt es allerhand Tote.

Also Aufruhr in der Unterwelt, an dessen Ende sich einige Gangster neu aufstellen müssen.

Wieder einmal beweist John Rebus seine gute Spürnase. Mit viel Wissen und noch mehr Intuition ist er wirklich ein Ermittler auf der moralischen Spur der Wahrheitsfindung – sehr überzeugend und unterhaltsam! Und Stadtführungen gibt es umsonst dazu!

ISBN 978-3-442-31461-4, € 20,-

dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Sarah J. Maas „Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“

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Sarah J Maas "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen"

Das Land Prythian ist seit dem Ende des Krieges zwischen Menschen und Fae zweigeteilt. Die Menschen leben im Süden im Land der Sterblichen, das durch eine magische Mauer von dem Land der Unsterblichen getrennt ist. Zum Friedensvertrag gehören klare Regeln und wer sie verletzt, muss dafür bezahlen.

Dies muss die junge Jägerin Feyre nun am eigenen Leib erfahren, denn sie hat einen Fae getötet. Eigentlich wollte sie nur das Reh erlegen, damit ihre Familie mal wieder was Ordentliches zu Essen hat, aber dann war da dieser Wolf…

Noch am selben Abend wird die Hütte ihrer Familie von einem Fae gestürmt, der verlangt, dass Feyre mit ihm kommt, um ihre Schuld zu begleichen.

Im Land der Fae ist nichts so, wie sie es kennt. Alles ist heller, freundlicher, aber auch bedrohlicher. Denn hier ist auch nichts, wie es scheint und so kann sie auch ihren eigenen Augen nicht mehr trauen. Und als sie beginnt sich in ihren Entführer zu verlieben, denkt sie auch ihrem Herzen nicht mehr trauen zu können.

Ein großartiger Auftakt zu einer spannenden Fantasy- Serie.

Empfohlen ab 14 Jahren.

ISBN 978-3-423-76163-5, € 18,95

dieses Buch empfiehlt Amrit Jung


Emily Barr „Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden“

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Emily Barr "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden"

Die 17-jährige Flora leidet an retrograder Amnesie und behält kein Ereignis, das nach ihrem zehnten Lebensjahr stattgefunden hat, im Kopf. Eines Abends küsst Flora den Jungen Drake – und kann sich überraschenderweise daran erinnern.

In Flora keimt die Hoffnung, dass ein Zusammensein mit ihm ihr möglicherweise ihr Erinnerungsvermögen wiederbringen könnte, doch dummerweise verlässt Drake bereits am nächsten Tag die Stadt, um sein Studium am Nordpol anzutreten.

Als ihre Eltern wenig später gezwungen sind, für eine Woche wegzufahren, nutzt Flora die Chance und macht sich auf den Weg, um Drake und ihr Gedächtnis zu finden. Lediglich bewaffnet mit einem prall gefüllten Notizbuch und Kritzeleien auf ihren Armen reist sie zum Nordpol, nicht wissend, dass sie damit nicht nur ihr eigenes Leben völlig auf den Kopf stellen wird…

Ein außergewöhnliches Buch, das nicht nur aufgrund seiner besonderen Erzählart in Erinnerung bleibt. Emily Barr gelingt es, Floras Innenleben für den Leser völlig transparent zu machen, ihn viel mehr wissen zu lassen als Flora und dennoch am Ende alles ganz anders sein zu lassen als man es erwartet. Großartig!

Empfohlen ab 14 Jahren.

ISBN 978-3-8414-4007-5, € 16,99

dieses Buch empfiehlt Jessica Rischmüller


Lauren Oliver „Panic – Wer Angst hat, ist raus“

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Lauren Oliver "Panic - Wer Angst hat, ist raus"

„Panic“ ist ein Spiel – ein Spiel, das die Abschlussklasse jedes Jahr spielt. Dafür wird das ganze Jahr über Geld gesammelt und der Gewinner bekommt alles: 67.000 $.

Trotzdem will Heather nicht teilnehmen, denn „Panic“ verlangt eine Menge Mut und einen gewissen Hang zur Selbstzerstörung. Doch dann macht Heathers Freund genau an dem Abend mit ihr Schluss, als das Spiel anfängt, und Heather hat nichts mehr zu verlieren. Als nächstes muss sie von einer Klippe springen, in ein Haus einbrechen und mit geschlossenen Augen eine Straße überqueren. Und das Spiel geht weiter, bis nur noch der Gewinner übrig ist…

Lauren Oliver ist wieder ein geniales Buch gelungen, in dem es eigentlich um etwas ganz anderes geht, als man auf den ersten Blick meint. Denn im Vordergrund stehen wieder die Beziehungen der Protagonisten zueinander und die Veränderung, die Heather vollzieht.

Und gerade das ist so spannend und unterhaltsam erzählt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen mag.

Empfohlen ab 13 Jahren.

ISBN 978-3-551-31636-3, € 8,99

dieses Buch empfiehlt Denise Rieger


Braunstein/Pépin/Kluy „1 Kilo Kultur“

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Braunstein/Pépin/Kluy "1 Kilo Kultur"

„Eine Investition in Wissen gibt immer noch die besten Zinsen“, hat Benjamin Franklin mal gesagt. Und da kommt ein neues Kompendium der Allgemeinbildung gerade recht: „1 Kilo Kultur“ bietet einen guten Überblick über die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit von ihren Anfängen bis heute. In klarer Gliederung und überzeugender Aufteilung kommt dieses gewaltige Buch daher, das sich zum Schmökern ebenso eignet wie zum Nachschlagen oder Nachlesen. Die Vor- und Frühgeschichte wird ebenso erklärt wie der Manierismus der Renaissance, das mittelalterliche Russland oder England im 17. Jahrhundert. Es geht um Kunst, Politik und Picassos Stierkopf genauso wie um die Entstehung der DDR, Mitterand und die Konfliktherde des Nahen Ostens. Auch der Philosophie nach 1945 ist ein Kapitel gewidmet, und die Einträge zur Literatur in Amerika, Russland und Europa bringen viel Information auf den Punkt. Das wichtigste Wissen in einem Band – nur Franzosen können so etwas wagen, sind sie doch Spezialisten für enzyklopädisches Wissen. Florence Braunstein und Jean-François Pépin sind Lehrende an Universitäten und haben mit diesem Band wirklich Großartiges geleistet. Für die deutsche Ausgabe hat Alexander Kluy wichtige Beiträge geschrieben, und die Übersetzung von Nikolaus de Palézieux ist exzellent gelungen. Ein Kilo Kultur in erfrischender Aufmachung und alles drin – phantastisch!

ISBN 978-3-406-70597-7, € 28,80

dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


Gil Ribeiro „Lost in Fuseta“

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Gil Ribeiro "Lost in Fuseta"

Wie kommt ein Hamburger Kommissar namens „Lost“, der immer schwarze Anzüge trägt, in den Süden von Portugal? „Lost in Fuseta“ ist der Startkrimi einer neuen launigen Serie …

Etwas komisch ist er schon, finden Sub-Inspektor Rosado und ihr Kollege Esteves, als sie den schlaksigen, etwas steif wirkenden Kommissar am Flughafen in Empfang nehmen: Lost nimmt an einem Austauschprogramm von Europol teil – Stichwort Erfahrungsaustausch!

Und sogleich müssen alle drei zu einer Leiche: ein Privatdetektiv ist ermordet in einem Boot an der Küste aufgefunden worden. Lost macht am Tatort so seine eigenen Beobachtungen, sehr zur Verwunderung seiner portugiesischen Kollegen, die ihn nach einer Schießerei am liebsten gleich wieder loswerden wollen. Typisch deutsch? Nein, denn Lost hat ein Asperger Syndrom und ein fotografisches Gedächtnis; dafür versteht er menschliche Regungen nicht zu deuten, was zu mancherlei komischen Missverständnissen führt. Und Lügen kann er auch nicht und bringt seine portugiesischen Kollegen einigermaßen in Schwierigkeiten damit. Am Ende kommt das Trio dann doch den schmutzigen Geschäften eines Unternehmens auf die Spur, was die Wasserversorgung an der Algarve übernommen hat.

Ein Krimi mit viel portugiesischem Flair und so einigen klugen Einsichten in Land und Leute. Herrlich komisch und unterhaltsam. Sollten Sie einen Portugal-Urlaub geplant haben: dieses Buch gehört unbedingt ins Gepäck!

Jetzt erhältlich! ISBN 978-3-462-04887-2, € 14,99

dieses Buch empfiehlt Ulrike Groffy


E.O. Chirovici „Das Buch der Spiegel“

Empfehlungen
E.O. Chirovici "Das Buch der Spiegel"

Der Literaturagent Peter Katz erhält ein unangefordertes Manuskript und ist von Beginn an begeistert. Richard Flynn, der Autor, berichtet aus eigener Hand von einem ungeklärten Mordfall, der sich ein Vierteljahrhundert zuvor an der Princeton Universität ereignete. Damals wurde der berühmte Professor Joseph Wieder brutal erschlagen und nachdem alle Spuren im Sand verlaufen waren, scheint Flynn nun die Aufklärung des Falls liefern zu können. Als der Literaturagent ihn jedoch kontaktiert, um den Rest des Manuskripts anzufordern, ist Flynn zwischenzeitlich verstorben und der Rest seines Buchs unauffindbar.

Peter lässt die Geschichte keine Ruhe: Auf seine Bitte hin beginnt der befreundete Journalist John Keller tiefer zu graben und die weiteren im Manuskript erwähnten Personen ausfindig zu machen. Je mehr er dabei jedoch zutage fördert, desto undurchsichtiger und verworrener wird das Ganze …

Am Ende bleibt nur eine Gewissheit: Die Wahrheit ist so vielfältig wie die Menschen, die sie erzählen.

Ein fantastischer Roman, der gekonnt die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhält und den Leser ebenso sehr packt, wie Flynns Manuskript Peter Katz in den Bann zog.

ISBN 978-3-442-31449-2, € 20,-

dieses Buch empfiehlt Jessica Rischmüller


Peter May „Beim Leben deines Bruders“

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Peter May "Beim Leben deines Bruders"

Nach seiner Scheidung hat Fin Macleod den Job bei der Polizei in Edinburgh gekündigt und kehrt zurück auf die Isle of Lewis, um den heruntergekommenen Bauernhof seiner Eltern auf Vordermann zu bringen und zur Ruhe kommen.

Kaum angekommen, trifft er auf seine Jugendliebe Marsaili, die sich um ihren demenzkranken Vater Tormod kümmern muss, der von seiner Frau einfach vor die Tür gesetzt wurde. Sie bringen ihn in einem Pflegeheim unter.

Mit der erhofften Ruhe ist es für Fin endgültig vorbei, als eine Moorleiche gefunden wird. Zunächst glaubt man, eine gut erhaltene, sehr alte Moorleiche – vielleicht sogar aus der Steinzeit- entdeckt zu haben. Bei der Leichenschau wird allerdings ein Elvis-Presley-Tattoo entdeckt…

DNA-Vergleiche ergeben, dass die junge Moorleiche mit Tormod eng verwandt gewesen sein muss. Seine Tochter weiß allerdings nichts von Familienangehörigen und da der jetzige Tormod an fortgeschrittener Demenz leidet, kann er nicht wirklich weiterhelfen. Peter May greift deshalb zu einem genialen und gelungenen Trick: Er nutzt zwei unterschiedliche Perspektiven: Zum einen nehmen wir an den Ermittlungen aus der Sicht von Fin Macleod teil, zum anderen teilen wir die Erinnerungen von Tormod Macdonald, der erschütternde Details aus seiner Kindheit und Jugend schildert.

Beeindruckend und glaubwürdig gelingt es dem Autor dabei, sich in den dementen Ich-Erzähler hineinzuversetzen, der seine atemberaubende Lebensgeschichte erzählt.

Obwohl Peter May den Kriminalfall nicht aus den Augen verliert, ist dies auch ein großartiger Familienroman und eine Liebeserklärung an die Hebrideninseln Lewis und Harris und ihren ganz besonderen Charme. Fazit: Gekonnt erzählt, wunderbar geschrieben – absolut empfehlenswert!

ISBN 978-3-442-71460-5, € 9,99

dieses Buch empfiehlt Silvia Engel (WeinLese)


Mark Douglas-Home „Sea Detective – Ein Grab in den Wellen“

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Mark Douglas-Home "Sea Detective - Ein Grab in den Wellen"

Cal McGill, seines Zeichens Meeresbiologe, wird beim Einbruch in den Garten eines schottischen Regierungsmitgliedes erwischt. Um auf den globalen Klimawandel aufmerksam zu machen, will er dort eine „Weiße Silberwurz“ pflanzen. Der ermittelnde Detective Ryan glaubt ihm nicht und unterstellt kriminelle Absichten, seine Kollegin Helen Jamieson dagegen mag den unkonventionellen McGill und bittet ihn bei einem kniffligen Fall sogar um Mithilfe: Abgetrennte Füße werden am Meeresufer angeschwemmt und McGill als Spezialist für das Berechnen von Meeresströmungen soll helfen, den Wegen dieses speziellen Strandgutes nachzuspüren.

Neben der Polizeiarbeit hat es Cal mit einem indischen Mädchen zu tun, das zusammen mit einem anderen Jugendlichen von ihren Eltern verkauft, zur Prostitution gezwungen und bis nach Schottland verschleppt wurde. Und: In einem dritten Handlungsstrang muss er tief in seine eigene Familiengeschichte einsteigen und die Vergangenheit seines Großvaters bis in den zweiten Weltkrieg zurückverfolgen.

Meisterhaft versteht es der Autor diese drei Handlungsebenen zusammenzufügen und die Spannung dabei aufrecht zu halten, obwohl es insgesamt ein eher leises und nachdenkliches Buch ist.

Es ist der erste Teil einer geplanten Serie um den Meeresbiologen Cal McGill, einer interessanten und vielschichtigen Persönlichkeit mit einem für einen Krimihelden sehr ungewöhnlichen Beruf.

Auch die Figur der Polizistin Helen nebst mobbendem Kollegen ist sehr gut angelegt, sodass man sich auf weitere Sea-Detective Abenteuer freuen kann.

Sehr empfehlenswert und very scottish!

ISBN 978-3-499-27246-2, € 9,99

dieses Buch empfiehlt Silvia Engel (WeinLese)